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Martin Bisanz aus Bliesdorf wegen ehrenamtlichen Engagements gewürdigt

Freude am Anpacken

In seiner Werkstatt: "Der "Bürger des Jahres 2016", Martin Bisanz, arbeitet gern mit Holz. Der Zimmerermeister hat sich seinen Arbeitsort in Bliesdorf eingerichtet.
In seiner Werkstatt: "Der "Bürger des Jahres 2016", Martin Bisanz, arbeitet gern mit Holz. Der Zimmerermeister hat sich seinen Arbeitsort in Bliesdorf eingerichtet. © Foto: Tim Benesch
Tim Benesch / 07.09.2017, 06:40 Uhr
Bliesdorf (MOZ) Für Hilfsbereitschaft sowie aufmerksames und vor allem selbstloses Handeln wurde Martin Bisanz vom Amt Barnim Oderbruch als "Bürger des Jahres 2016" ausgezeichnet. Sein ehrenamtliches Engagement begann bereits in seiner Jugend, mit dem Eintritt in die Feuerwehr.

Im Zimmereibetrieb von Martin Bisanz liegt der Geruch von Spänen in der Luft. Neben Holzbearbeitungsmaschinen stapelt sich das Holz in der Werkstatt. Seit 2010 arbeitet er hier und steht der Gemeinde Bliesdorf mit seinen Kenntnissen im Holzbau zur Seite.

Der Zimmerermeister hält es für selbstverständlich, die Gemeinde ehrenamtlich zu unterstützen. "Mir war gar nicht bewusst, dass ich etwas Besonderes leiste", zeigt er sich verwundert über die Ehrung auf dem deutsch-polnischen Jubiläumsfest Anfang August.

"Ich habe das von zu Hause mitbekommen, anderen zu helfen", bekräftigt er und macht damit auch auf ein ernstes Thema aufmerksam: Es sei immer wieder bezeichnend für eine Gesellschaft, wenn doch etwas eigentlich Selbstverständliches derart gewürdigt wird. Andererseits gibt er auch seiner Frau Editha Mayer Bisanz Recht. Als seine Nominierung bekannt wurde, sagte sie, er unternehme so viel und solle sich darüber freuen, dass auch mal jemand Danke sagt.

Seit dem Eintritt in die Bliesdorfer Feuerwehr engagiert sich der heute 39-Jährige für das Gemeinwohl seines Dorfs. So half er bei der Reparatur des großen Holzpavillons auf dem Dorfplatz. Auch als ein Eisenzaun um den Kinderspielplatz angelegt wurde, stand er mit Rat und Tat zur Seite. Und Säuberungsarbeiten am Gefallenendenkmal des Ersten Weltkrieges stehen noch auf dem Plan: "Wir wollen Moos und Flechten entfernen."

Aufgrund seiner Fachkenntnisse, die er über die Jahre erwarb, sprechen die Gemeindearbeiter aus Bliesdorf ihn gerne an und bitten ihn um Hilfe, berichtet er. Der Zimmermann aus Bliesdorf erwarb 2013 einen Meistertitel. Bei seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten investiert er nicht nur Zeit, sondern häufig auch Baumaterial wie Nägel und Holz aus eigener Tasche. "Ich kann schlecht Nein sagen", gibt er zu.

"Prinzipiell habe ich auch mit der Firma und meiner Familie viel zu tun", ergänzt er. Martin Bisanz ist Ehemann und Vater von drei Kindern. Darüber hinaus nimmt der eigene Betrieb ihn und seine Mitarbeiter häufig in Anspruch. "In der Regel werden wir 30 Kilometer um dem Kirchturm herum mit Aufträgen im Oderbruch betraut", sagt er. Beispielsweise ist die Zimmerei Bisanz am Kita-Anbau in Letschin beteiligt. Vier neue Gruppenräume und ein Sanitärbereich sollen dort für rund 600 000 Euro entstehen.

Der ehemalige gelernte Heizungsbauer betont, dass er nicht der Einzige sei, der sich uneigennützig für das Gemeindeleben einsetzt. Viele seiner Freunde und Kollegen, die eine Auszeichnung ebenso verdient hätten, bringen sich bei den Vorhaben tatkräftig mit ein. Martin Bisanz hebt dabei Rene Biebermann, den Ortsvorsteher von Bliesdorf, hervor: "Unabhängig davon, dass er Ortsvorsteher ist, ist er auch sehr engagiert."

"Es macht auch Spaß", erzählt Martin Bisanz und lässt erkennen, dass die gute Laune bei den freiwilligen Einsätzen meistens nicht lange auf sich warten lässt. Erst recht nicht, wenn Freunde und Kollegen dabei sind.

Ehrenamtliche Hilfeleistungen haben also nicht immer nur was mit Aufopferung zu tun. Im Gegenteil, es ist nicht nur die Freude am gemeinsamen Anpacken, sondern auch Wohlwollen und Respekt, die Martin Bisanz entgegengebracht werden und ihn für seine andauernden Bemühungen belohnen.

Es sind Menschen wie Martin Bisanz, die dafür sorgen, dass nicht nur nebeneinander, sondern miteinander gelebt wird.

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