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Licht und Schatten beim DRK

Durfte bei der Kreisversammlung des DRK in Mildenberg nicht fehlen: die Auszeichnung von Ehrenamtlern, die nur selten im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, durch das Präsidium.
Durfte bei der Kreisversammlung des DRK in Mildenberg nicht fehlen: die Auszeichnung von Ehrenamtlern, die nur selten im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, durch das Präsidium. © Foto: MZV
Martin Risken / 08.09.2017, 07:21 Uhr
Mildenberg (GZ) Auf ein turbulentes, aber dennoch erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 hat die Präsidentin des DRK-Kreisverbandes Gransee, Melanie Brunk, bei der Kreisversammlung in Mildenberg zurückgeblickt. Die wichtigste Personalie, der Wechsel in der Geschäftsführung, spielte dabei aber nur eine untergeordnete Rolle.

Im Juni dieses Jahres wurde Iris Utecht als Geschäftsführerin des Kreisverbandes von Yvonne Götz abgelöst worden. Ihr sei die Gesundheit wichtiger, sagte die 59-jährige Utecht, die den Kreisverband mit seinen 95 hauptamtlichen Mitarbeitern - darunter zwei Auszubildende und 15 geringfügig Beschäftigte - und 900 Mitgliedern seit 2010 geleitet hatte. Die Aufgabe der Geschäftsleitung erfolgte nach Angaben Utechts kurzfristig und war so nicht geplant. Sie sei weiterhin als Geschäftsführerin tätig, habe sich aber "verkleinert". Angaben darüber, wo sie jetzt beschäftigt ist, wollte Utecht nicht machen. Das Präsidium dankte ihr für die geleistete Arbeit mit einem Blumenstrauß.

Wie turbulent das Jahr 2016 war, deutete Brunk in ihrem mehrseitigen Geschäftsbericht an, den sie vor der Kreisversammlung verlas und am Donnerstag in einer Pressemitteilung komprimiert zusammenfasste. "Stabile finanzielle Verhältnisse trotz großer Investitionen" - das sei ihre Botschaft an die Kreisversammlung gewesen. Die Bilanzsumme von 4,39 Millionen Euro zeuge von einem regen Vereinsleben. Diese Summe werde aber durch einen Bilanzgewinn von 826,52 Euro relativiert. Die geplante Investition von 1,97 Millionen Euro, die das DRK an der Straße des Friedens in Zehdenickfür Menschen mit Hilfebedarf investiert habe, konnte nicht allein aus eigenen Mitteln finanziert werden. Das Großprojekt stellte einen Schwerpunkt in der Arbeit des DRK-Kreisverbandes dar. Ein Großteil der Finanzierung erfolgte durch Kreditaufnahme, die Deutsche Fernsehlotterie unterstützte das Vorhaben mit 300 000 Euro.

Den Frust und den Ärger der Besucher der Senioren- und Familienbegegnungsstätte in Gransee zog der DRK mit seiner Entscheidung auf sich, diese Einrichtung zu schließen. Alle Versuche, die Begegnungsstätte kostenneutral zu führen, seien ins Leere gelaufen. Aus den Räumen wurde eine Tagespflegeeinrichtung. 73 000 Euro wurden investiert. Auch den Jugendclub "Old School" gab das DRK nach 14 Jahren auf und gab die Trägerschaft zurück an das Amt Gransee und Gemeinden.

Große Probleme gab es nach Angaben von Brunk mit der Sozialstation in Zehdenick und Gransee. Beim ambulanten Pflegedienst gab es, nach dem Abläufe kritisch hinterfragt werden mussten, personelle Konsequenzen. Mitarbeiter fielen dort unter anderem durch unangemessenes Verhalten auf, was zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen geführt hatte. Hinzu kam, dass die Umstellung von Pflegestufen auf -grade vollzogen werden musste, was mit einem enormen Aufwand verbunden gewesen sei. Die Sozialstation soll 2018 geteilt werden. Die beiden Standorte Gransee und Zehdenick sollen selbstständige Einheiten werden. In diesem Zusammenhang erklärte Brunk, dass für den Bereich Wohlfahrts- und Sozialarbeit im vergangenen Jahr Yvonne Götz verpflichtet worden sei. Sie führe diese Aufgaben zurzeit in Personalunion mit der Geschäftsführung.

Unzufrieden ist der DRK-Kreisverband auch mit der Entwicklung der Blutspenden. Die gesteckten Ziele von 1 600 Blutspenden seien trotz 33 Terminen und vielen neuen Spendern nicht erreicht worden. Berichte der Katastrophenschutzeinheiten Sanität und Betreuung sowie des Jugendrotkreuzes schlossen sich an. In diesen Bereichen wird ehrenamtlich gearbeitet.

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