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Kita-Anbau bleibt im Kostenrahmen / Neue Urnengrabanlage vor der Fertigstellung

Bauboom in Letschin

Ulf Grieger / 08.09.2017, 19:22 Uhr
Letschin (MOZ) In Letschin brummt es auf den Baustellen. Neben den Straßensanierungen in Sophienthal und in der Siedlung Letschin gibt es eine Reihe weiterer Objekte, auf denen die Baufirmen zügig vorankommen.

Letschins Bauamtsleiter Alexander Haase konnte dem Hauptausschuss eine ganze Reihe von neuen Informationen zum Baugeschehen in der Gemeinde liefern. So ist die Firma Scheffler aus Podelzig in Groß Neuendorf dabei, die 2013 bei einem Sturm umgekippte Friedhofsmauer neu hochzumauern. Das Projekt hatte so lange gebraucht, weil zunächst mit der Oberen Denkmalbehörde abzustimmen war, dass die Mauer nicht in der bisherigen Form aufgestellt wird. Denn das vor 100 Jahren errichtete Fundament konnte die Last der Grabsteine nicht mehr tragen. Nun wird die ursprüngliche schlichte Mauer wieder errichtet.

Der Kita-Anbau in Letschin hat große Fortschritte gemacht und liegt nach Aussage des Bauleiters Steffen Hunger auch im Kostenrahmen. In den vergangenen Tagen wurden die Fußbodenheizung installiert und der Estrich eingebracht. Alle Wände sind geschlossen und die Elektro- und Sanitäranlage vorinstalliert. "Nächste Woche kommt die Gründecke drauf. Und danach wird die Verbindung zum Altbau vorbereitet", erklärte Hunger. Dafür muss ein Mauerdurchbruch erfolgen und die beiden Gebäude erhalten einen Durchgang. Es war geplant, dass dies erst erfolgen sollte, wenn sich der Neubau bereits in der Schlussphase befindet. In den Wochen bis zum voraussichtlichen Eröfnungstermin im November werden die Wände und Fußböden gestaltet. Die Badbereiche werden gefliest, einige Flächen werde mit Korkfußboden belegt, andere mit Linoleum.

Auf dem Letschiner Friedhof hat die Firma GeLa-Bau aus Seelow im Auftrag der Gemeinde die Urnengrabanlage neu gestaltet. Ein großer Findling markiert die Stelle, an der die Hinterbliebenen künftig ihre Blumengrüße abstellen können. Die bisherigen Grabstellen mit den Namensplatten wurden mit Granitsteinen eingefasst. Zwei mal 38 Urnengrabplätze werden dort eine würdige Stätte haben. Die Arbeiten dazu sind nahezu abgeschlossen. Südlich der Anlage entsteht das neue "Lapidarium". Diese Schau historischer Grabsteine wird künftig so in Kies gelagert, dass sie leichter zu pflegen ist.

Eine Lösung gibt es inzwischen auch für die Erneuerung der Parkbrücken im denkmalgeschützten Park der Domäne Wollup. Mit der Unteren Denkmalbehörde habe man sich auf einen Modus verständigt, so der Bauamtsleiter. Und auch für den Förderantrag zur Sanierung des Sportplatzes und der Sporthalle des Letschiner Bildungscampus sei er sehr optimistisch, erklärte Alexander Haase.

Doch der Bauboom in Letschin werde nicht von langer Dauer sein, wenn die Politik nicht noch einlenkt, erklärte Bürgermeister Michael Böttcher. Die investive Schlüsselzuweisung sinke bereits nächstes Jahr auf 120 000 Euro ab. Das reiche hinten und vorne nicht. Ab 2019 soll dann ganz damit Schluss sein. Hinzu komme die finanzielle Unsicherheit bei der Gemeindenstrukturreform.

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