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Großmutz mit bunten Wagen und frechen Sprüchen

Die Großmutzer Kneipp-Badewannenverein waren durchaus ein Hingucker, der von den Schaulustigen mit viel Beifall bedacht wurde.
Die Großmutzer Kneipp-Badewannenverein waren durchaus ein Hingucker, der von den Schaulustigen mit viel Beifall bedacht wurde. © Foto: Volkmar Ernst/MOZ
Volkmar Ernst / 10.09.2017, 20:00 Uhr
Großmutz (veb) Klein, aber fein, so sollte das Großmutzer Erntefest am Sonnabend eigentlich sein. Das war es aber nicht, sondern richtig groß und dennoch fein. Mehr als 20 bunt geschmückte Wagen, Traktoren und Erntemaschinen standen kurz nach dem Mittag am Dorfanger bereit und warteten nur noch auf die Eskorte der Polizei. Noch etwas skeptisch wuselte Kathleen Höckberg, die vom Ortsbeirat mit der Vorbereitung des Festes beauftragt worden war, zwischen den Wagen umher, gab letzte Anweisungen und Auskünfte, um schließlich selbst auf dem Wagen der Wohlfühloase Platz zu nehmen. Angeführt vom Mannschaftswagen der Großmutzer Löschtruppe setzte sich der Tross der Umzugswagen pünktlich um 13 Uhr in Bewegung. Wer guckt bei einem solchen Ereignis schließlich schon auf die Uhr. Vorbei an geschmückten und Einfahrten konnte so den am Straßenrand Wartenden angezeigt werden, wo sich demnächst einzufinden haben.

Als Losung für den Tag wurde eigens eine neue Bauernregel aufgestellt: "Fällt der Bauer voll vom Trecker, war der Schnaps mal wieder lecker." An die Zeit, als Großmutz als das neue Kneippdorf im Landkreis in aller Munde war, erinnerten Thomas und Sven Sommerfeld sowie Denny Anies mit ihrem Wagen. Die drei ließen es sich im fast 40 Grad Celsius warmen Wasser in ihrer überdimensional großen Badewanne gut gehen. Vom Wagen herunter grüßten sie stehend die Gäste, und wurde es ihnen draußen zu kühl, so tauchten sie kurzerhand im wohlig-warmen Badewasser wieder unter. Auf Transparenten war zu lesen: "In Großmutz der Kneippverein sollte mal der größte sein, doch gar nichts gab es für die Beine, nun machen wir es ganz allein" und "Hat Kneipp versagt, so gehen wir eben in die Wasser einen heben."

Passend zum Erntefest wurde jedoch ebenso an die die Arbeit der Bauern, die mit ihren Fleiß dafür Sorge tragen, dass Fleisch und Butter auf keinem Tisch fehlen müssen: "Der Bauer melkt das liebe Vieh, die Butter schmeckt so gut, wie nie."

Mit seiner Reparaturameise durfte natürlich auch Benno Kranich aus Grieben nicht fehlen: "Traktor kaputt, die Sense entzwei, die Reparaturameise behebt den Schaden 1,2,3."

Genau das war denn auch der Geist, der das Fest beherrschte. In gemütlicher Runde kamen die Großmutzer, die Familien und auch Freunde aus den Nachbarorten zusammen, um gemeinsam einen schönen Tag zu verbringen. Kuchen und Kaffee gab es reichlich, im Festzelt hatte die Qual der Wahl, wer sich an der Tafel erst noch ein Stück der süßen Köstlichkeit aussuchen wollte.

Als alle Wagen nach der Rundfahrt wieder am Dorfanger angelangt waren, konnte Kathleen Höckberg aufatmen. "Super, ein toller Umzug, ein tolles Fest", das war auf dem Platz nicht nur einmal zu hören.

Während nun Pfarrer Tobias Ziemann mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel das Fest eröffnete, hatten einige Kinder schon die Strohhüpfburg für sich entdeckt. Was macht es schon,wenn die Ballen etwas feucht sind?Darauf toben konnten die Kinder trotzdem. Passend dazu hatten sich inzwischen sogar die Regenwolken verzogen und wärmte die Sonne die Gäste. Mit einem Programm und Spielen für Groß und Klein klang der Tag schließlich aus.

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