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Riesen-Festumzug durch Mildenberg

Wahrlich ein Grund zur Feier: Vor 750 Jahren wurde Mildenberg erstmals urkundlich erwähnt. An dieses besondere Ereignis erinnerten viele Teilnehmer am Umzug mit einem Schriftzug auf ihren Gefährten.
Wahrlich ein Grund zur Feier: Vor 750 Jahren wurde Mildenberg erstmals urkundlich erwähnt. An dieses besondere Ereignis erinnerten viele Teilnehmer am Umzug mit einem Schriftzug auf ihren Gefährten. © Foto: Maria Ugoljew/MOZ
Maria Ugoljew / 11.09.2017, 05:55 Uhr
Mildenberg (MOZ) Hunderte Schaulustige waren dabei, als der Zehdenicker Ortsteil am vergangenen Wochenende seinen runden Geburtstag feierte. Der Höhepunkt des dreitägigen Programms war der Festumzug am Sonnabend, an dem 63 Wagen teilnahmen - so viele wie noch nie.

Der Bauernmarkt inklusive Mühlenfest findet in Mildenberg jedes Jahr statt, und das bereits seit 1985. Am vergangenen Wochenende stand die traditionelle Veranstaltung unter einem besonderen Zeichen - dem 750-jährigen Bestehen des Dorfes. Drei Tage lang wurde das Jubiläum begangen. Als Programmhöhepunkt galt der Sonnabendnachmittag.

Nachdem Pfarrer Günther Schobert die Erntekrone gesegnet hatte, konnte das Fest beginnen. Er dankte in seiner Ansprache der diesjährigen Ernte, erinnerte an die Besiedlung vor zirka acht Jahrhunderten und bat um mehr Dankbarkeit im Alltag. Es scheine ihm, als sei sie verschwunden. "Dabei leben wir in Frieden, und auch ohne große Wirbelstürme und Erdbeben."

Nach den besinnlichen Worten startete der Festumzug durchs Dorf. Vorne weg: die Spielleute des Neuenhagener Karneval Clubs. Moderiert wurde die Parade aus Traktoren, Kutschen und Mähdreschern von Karin Schulze, der ehemaligen Grundschulleiterin in Mildenberg. "Das sind fast alles meine ehemaligen Schüler", merkte sie an, "egal in welchem Alter." Von ihrem Hochsitz aus hatte sie eine gute Sicht aufs Geschehen. Auf einem Notizzettel hatte sie sich die Wagennummern mit den dazugehörigen Teilnehmern notiert. So wusste sie, wann die Kita vorbeizog, um welches örtliche Unternehmen es sich handelte und welche Baujahre die einzelnen Gefährte aufwiesen. Zweimal passierte der Festumzug die Mildenberger Dorfstraße - einmal von Zehdenick und einmal von Ribbeck aus kommend. Die Besucher versammelten sich am Straßenrand, um die liebevoll dekorierten Wagen zu bestaunen und zu bejubeln. Teils nahmen sie dafür in mitgebrachten Klappstühlen Platz oder beobachteten den Umzug vom Fenster aus.

Nach einer guten Stunde ging es weiter mit dem Programm. Ortsvorsteher André Witzlau begrüßte die Besucher nun ganz offiziell. "Für so ein Fest braucht man starke und feste Partner", sagte er. Er sei froh, dass Mildenberg diese habe. Aller Aufwand habe sich in diesem Jahr erneut gelohnt. Die Mildenberger könnten stolz sein auf ihr Engagement. Das meinte auch Bürgermeister Arno Dahlenburg (SPD). Er gehörte neben Hartmut Leib, dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung (SPD), und Christian Wenger-Rosenau, dem Geschäftsführer des Windparks, zu den geladenen Gästen an diesem Tag. "Mildenberg ist ein lebenswerter Ort. Macht weiter so", rief Bürgermeister Dahlenburg stolz von der Bühne.

Gefeiert wurde bis in die Abendstunden - mit Programmbeiträgen von den Crazy Line Dancers Zehdenick, Stargast Ulla mit der Volkssolidarität und der Band Roof Garden. Am Sonntag stand ein Konzert des Feuerwehr Blasorchesters Gransee an. Und wer wollte, konnte dann noch einmal über den Mark schlendern, bei dem vom Rasenmäher über Schmuck bis hinzu Kosmetikartikel alles mögliche zum Kauf angeboten wurde.

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