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Traditioneller Bauernhof konnte zum Fest in Libbenichen viele Gäste begrüßen

Krappes freuen sich über beste Kartoffelernte

Matthias Lubisch / 12.09.2017, 07:00 Uhr
Libbenichen (MOZ) "Rund um die Knolle" hieß es beim zweiten Kartoffelfest auf dem Bauernhof Krappe in Libbenichen. Viele Besucher kamen aus den umliegenden Dörfern, aber auch aus Seelow und Frankfurt. Auf dem festlich hergerichteten Hof, mit Zelten und vielen Sitzgelegenheiten, bildeten sich lange Warteschlangen der Gäste für die deftigen Kartoffelgerichte wie Bratkartoffeln mit Spiegelei, Pommes mit lecker Gegrilltem, Kartoffelpuffer u.v.m.

Unter dem großen Walnussbaum gab es für die kleinen Gäste eine bunte Spielecke und eine Schaukel. Irene Hamann zeigte ihr handwerkliches Geschick am Spinnrad. Birgit Ortmann hatte einen Stand mit vielen bunten Strickarbeiten. Hofbetreiber Frank Krappe war überwältigt von der Resonanz: "Mein Herz hat schon immer für die Landwirtschaft geschlagen. Ich bin von Kindesbeinen an in sie hereingewachsen", erklärt der gelernte Landwirt. In vierten Generation führt er den seit 1890 bestehenden traditionellen Bauernhof. Nach dem Vorbild seines Vaters, Gerhard Krappe (82), der nach der Wende als Frührentner Gemüse, Kartoffeln, Eier und Blumen in Frankfurt verkaufte, startete der frischgebackene Meister 2001 in die Selbständigkeit mit dem Ziel, das Geschaffene vom Vater weiter aufzubauen und auszuweiten.

Auf einer 5,5 Hektar großen landwirtschaftlichen Fläche baut er mit Unterstützung von zwei Mitarbeitern saisonale Produkte an, im Frühjahr Spargel, Radieschen, Kohlrabi und Salat, im Sommer Tomaten, Gurken, Blumen und Erdbeeren, Herbst und Wintergemüse sind Zwiebeln, Möhren, Porree, verschiedene Kohlsorten und Kräuter. Angebautes Getreide wird als Futtermittel für die Haustiere genutzt. Im Winter werden die hauseigenen Schweine geschlachtet und zu Wursterzeugnissen verarbeitet. Alle Produkte werden im Hofladen, der 2009 eröffnet wurde, von Ehefrau Heike verkauft. Dort werden auch regionale Produkte wie Äpfel, Fruchtsäfte, Honigerzeugnisse und kaltgepresste Öle aus Diedersdorf angeboten.

"Unser Laden wird immer besser angenommen, Kunden greifen viel mehr auf regionale Produkte zurück weil sie wissen woher sie stammen, unsere Arbeit gewinnt zunehmend an   Wertschätzung", freut sich der Chef Frank Krappe. Mit seinem mobilen Verkaufswagen ist er dreimal in der Woche in  Frankfurt. Die Vermarktung und anbautechnisch alles zu koordinieren ist seine Aufgabe. Altbauer Gerhard versorgt die Hühner, Enten und Schweine und erledigt diverse Feldarbeiten. "Unsere Kartoffelernte mit sechs unterschiedlichen Sorten (Krone, Talent, Lilly, Sissi, Megusta und Baltic-Rose) ist die Beste die wir je hatten, qualitäts- und mengenmäßig einfach Spitze", so der Libbenichener der am Sonnabend unermüdlich am zu tun hatte, um seine große Kundschaft, die auch jünger werden kann, zu versorgen.(

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