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Rennbahn steht zu Lollapalooza 2018

"Verkehrskonzept schlecht umgesetzt"

Irina Voigt / 13.09.2017, 20:47 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Mit einer ausführlichen Erklärung reagiert die Galopprennbahn auf die für sie unvermutete Absage auf ein weiteres Lollapalooza-Festival auf ihrem Areal. "Eine tolle Atmosphäre und Stimmung beim größten Musikfestival Deutschlands, je 85 000 Besucher an zwei Tagen, eine hohe Eignung des 32-Hektar-Areals für Großveranstaltungen sowie eine reibungslose An- und Abreise am Sonntag", sei das positive Fazit der Rennbahn Hoppegarten zum Lollapalooza, heißt es. Es werde "leider wesentlich durch zwei Sachverhalte getrübt". "Zum einen die strapaziöse Abreise vieler Festivalgäste am ersten Abend, die die Rennbahn sehr bedauere. Zum anderen durch die Äußerungen des Veranstalters FRHUG GmbH & Co. KG in seiner Pressemitteilung am 11. September mit der Ankündigung des Wechsels in den Olympiapark für das Lollapalooza Berlin 2018 stellt Peter Hoeck, Managing Director Rennbahn Hoppegarten, enttäuscht fest. Er erklärt: "Aus Sicht der Rennbahn Hoppegarten sind die Probleme am Sonnabend nicht in der Infrastruktur des Areals begründet, sondern im Wesentlichen in der mangelhaften Umsetzung des Verkehrskonzepts sowie in der verbesserungswürdigen Kommunikation mit den Gästen im Vorfeld des Festivals, auf dem Veranstaltungsgelände, an den Shuttlebus-Haltestellen sowie an den Bahnhöfen.

Aus Sicht des Betreibers der Rennbahn sei die Zusammenarbeit mit den Behörden, der Gemeinde und dem Landkreis während des gesamten Genehmigungsverfahrens von Verantwortungsbewusstsein und Wohlwollen geprägt, das Verfahren war zu jedem Zeitpunkt transparent.

Veranstalter und Rennbahn seien sich einig, weil die Freizeitlärmrichtlinie von 2015 in Brandenburg bisher noch nicht in Kraft sei, sie einen "einen klaren Standortnachteil" haben. Hier sähe man politischen Handlungsbedarf.

Für das Team der Rennbahn sei die Vorbereitung des mit Abstand besucherstärksten Events in der 149-jährigen Geschichte "eine große und spannende Herausforderung" gewesen. "Wir bedanken uns sehr für die gute Zusammenarbeit mit den Behörden sowie für das Verständnis und Wohlwollen der großen Mehrheit unserer Nachbarn", sagt Hoek.

"Die Rennbahn hat mit dem Lollapalooza Berlin 2017 nach dem Brandenburg-Tag 2016 ihre hohe Eignung für Großevents bewiesen.Wir bleiben auch weiterhin im Rennen um Lollapalooza Berlin. Wir werden das Festival mit allen Beteiligten sorgfältig auswerten."

Eine so komplexe Erstveranstaltung auf einem neuen Gelände produziere hohe Lerneffekte und "wir sind sehr zuversichtlich, zusammen mit dem Veranstalter und den Behörden eine perfekte Zweitveranstaltung präsentieren zu können".

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