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Ute Schütt und Helmut Risch übergeben 40 000 Euro Stiftungsmittel für generationsübergreifende Arbeit

Geldsegen für die Burgschule

Ines Weber-Rath / 14.09.2017, 07:30 Uhr
Lebus (MOZ) Dass Alt und Jung zusammen arbeiten, hat an der Burgschule schon Tradition. Doch nun eröffnen sich dafür neue Möglichkeiten - dank eines Preisgeldes. Die Stifter der Schütt-Stiftung übergaben am Mittwoch den Zuwendungsbescheid über rund 40 000 Euro an die Vertreter der Schule und ihres Fördervereins.

Ende Juni hatten sich Ute Schütt und ihr Mann Helmut Risch die Lebuser Schule angeschaut und erklären lassen, wofür das in diesem Jahr ausgelobte Stiftungsgeld eingesetzt werden soll. "Ein Backofen ist für die AG Kochen und Backen zu wenig, das Werkzeug im Werkraum, den die Bastler nutzen, antiquiert und die Medien-AG kann neue Kameras und Software gut brauchen", resümierte Ute Schütt am Mittwochnachmittag in der Aula der Burgschule.

Die 64-Jährige ist die Gründerin der Schütt-Stiftung, deren Motto "Viele Generationen. Ein Klang" lautet. Das Stiftungskapital hat die ehemalige Bankerin und Betriebswirtin einst als Mitinhaberin eines im Brandenburgischen Hennigsdorf ansässigen Bio-Technologie-Unternehmens verdient. "Wir haben unter anderem einen Bluttest zur Erkennung einer Sepsis entwickelt und ihn patentieren lassen", erklärt Ute Schütt.

Über ihre Stiftung will sie sich gesellschaftlich engagieren. Und warum ausgerechnet für den Dialog der Generationen? "Wir haben damals in unserer Firma gute Erfahrungen damit gemacht: Wir haben junge Leute von der Uni geholt und sie von älteren Mitarbeitern lernen lassen, die im Unternehmen bleiben konnten, so lange sie wollten", sagt die Stifterin. Ihr Mann, der als Schiffbau-Ingenieur an der Uni in Rostock und an der Seefahrts-Hochschule gelehrt hat, unterstützt die Stiftungsarbeit.

"Wir fördern das bürgerschaftliche Engagement in Mehrgenerationen-Projekten, ... die die Generationen als gleichberechtigte, aktive und selbstbestimmte Partner anerkennen und fördern. Ein besonderer Schwerpunkt ... liegt dabei in der Vervielfältigung jener Projekte, die sich bereits ... bewährt haben", heißt es auf der Internetseite der Stiftung. Dazu kann die Burgschule beitragen. Denn an der gibt es viele Beispiele für diese Kooperation. So leitet Brigitte Wildgrube, eine "Lebuser Oma", wie Schulleiterin Birgit Müller sagt, die beliebte AG Kochen und Backen. Von Silvia Hoppe lernen die Grundschüler das Gärtnern. Und von der Podelzigerin Angelika Wienke erlernen Interessierte das ABC des Nähens und Strickens. Die kleinen Sängerinnen und Sänger aus dem "Spatzenchor" der Burgschule können auf die Hilfe der Mitglieder des Lebuser Seniorenchores unter Leitung von Elke Pfeiffer bauen. Und mit ihren Videofilmen, in denen junge und ältere Lebuser gemeinsam in die Geschichte eingetaucht sind, sind die Oderstädter geradezu berühmt geworden. Um all das und mehr auszubauen, gibt es nun die Finanzspritze. Sie ermöglicht es auch, Headsets Noten und Kulissen für die Musik-AG anzuschaffen.

Ausgezahlt wird der Schulpreis in drei Jahresscheiben. In diesem Jahr sollen 18 000 Euro fließen, kündigte Ute Schütt an. Sie übergab dafür einen symbolischen Scheck an die Vertreter der Schule.

Die Stiftungsgründerin wunderte sich übrigens darüber, dass es für den mit 50 000 Euro für Berlin und Brandenburg ausgelobten diesjährigen Schulpreis keine einzige Berliner Bewerbung gab. Dabei sei die generationsübergreifende Arbeit in den Städten sogar deutlich schlechter entwickelt als auf dem Lande, so Schütt. Doch auch aus Brandenburg gab es nur wenige Bewerber. Dabei seien alle insgesamt 1700 Schulen informiert worden.

Die Burgschüler dankten den Schütt-Stiftern mit einem Lied und donnerndem Applaus für die großzügige Unterstützung. Empfänger und Verwalter der Mittel ist übrigens der Schulförderverein.

"Die Stadt hätte diese Unterstützung als Schulträger nicht stemmen können", erklärte die zur Scheckübergabe anwesende Lebuser Bürgermeisterin Britta Fabig mit Blick auf das Riesenloch, das im Haushalt der Kommune klafft, dankbar.

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