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Aussichtsturm auf dem Löwenzahnpfad erneuert

Jürgen Liebezeit / 14.09.2017, 11:30 Uhr - Aktualisiert 15.09.2017, 13:57
Mühlenbeck/Schönerlinde (OGA) Ein Naturerlebnis der besonderen Art bietet der Löwenzahnpfad an den Schönerlinder Teichen am Rande von Mühlenbeck. Entlang dem fünf Kilometer langen Rundweg gibt es Infotafeln, auf denen die Flora und Fauna erklärt wird. Von einem Beobachtungsturm können sogar Wasserbüffel und Wildpferde beobachtet werden.

Die imposanten Tiere werden als kostengünstige Landschaftspfleger eingesetzt. Die sieben Büffel und 13 Konik-Pferde verdichten den sumpfigen Boden, halten die Vegetation kurz und bekämpfen so auf natürliche Weise eingewanderte Pflanzen (Neophyten), die heimische Gewächse verdrängen. "Wir haben damit sehr guten Erfolg", erklärte am Mittwoch Beate Sobioch, die bei den Berliner Stadtgütern das Areal betreut. Seit fast zehn Jahren läuft das Projekt. Heute sind große Grasflächen frei von Bäumen und Büschen. An den Teichen weisen die Schilfgürtel Lücken auf, weil die Büffel gerne baden und im Winter sogar das Schilf fressen. Gegen die Kanadische Goldrute kommen aber auch Büffel und Pferde nicht an. Zurzeit sind weite Teile des Naturschutzgebietes mit dem gelbblühenden Einwanderer überwuchert. "Das ist ein Kampf gegen Windmühlen", sagt Beate Sobioch und zuckt mit den Schultern.

Derzeit wird bei den Berliner Stadtgütern, denen das Gelände gehört, überlegt, wie das Pflegemanagement in dem sensiblen Biotop verbessert werden kann.

Auf dem Rundweg, der für Grundschüler konzipiert ist, gibt es Erlebnisangebote zu den Themen Bienen, Beweidung mit Wasserbüffeln und Wildpferden sowie einen Aussichtsturm zur Naturbeobachtung. Nachdem der Turm 1998 von Unbekannten abgebrannt worden war, wurde er im Jahr 2010 erneuert. Aus Sicherheitsgründen musste er vor einigen Jahren wieder gesperrt werden. Am Mittwoch wurde nun eine neue Plattform zur Nutzung freigegeben. 14 000 Euro haben die Stadtgüter investiert. Kinder der Gruppe "Schlaufüchse" aus der Schildower Kita Spatzenhaus durften als erste die Aussicht genießen.

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