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Berufswahlpass dient als Leitfaden

Die Siebtklässler der Heinz-Sielmann-Oberschule wollen sich frühzeitig auf ihre Ausbildung vorbereiten.
Die Siebtklässler der Heinz-Sielmann-Oberschule wollen sich frühzeitig auf ihre Ausbildung vorbereiten. © Foto: Jung
Patrik Rachner / 14.09.2017, 17:50 Uhr
Elstal (MOZ) Sie sollen frühzeitig ihre Perspektiven ausloten: An der Heinz-Sielmann-Oberschule zu Elstal haben die rund 80 Siebtklässler am Dienstag ihren Berufswahlpass erhalten. Dieser soll den Schülerinnen und Schüler bei der beruflichen Orientierung helfen und im Unterricht zum Einsatz gelangen. Sowohl die Kreishandwerkerschaft als auch das Amt für Wirtschaftsförderung des Landkreises Havelland wollen den Berufswahlpass flächendeckend den Schulen zur Verfügung stellen.

Noch wissen nicht alle Kinder und Jugendlichen, welche beruflichen Ambitionen sie hegen. Doch orientieren sollen sie sich schon frühzeitig, wie Claudia Seligmann, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, und Andreas Zahn vom kreislichen Amt für Wirtschaftsförderung, unisono betonten. Dazu gehört etwa die zielgerichtete Vorbereitung auf ein Praktikum vor dem wirklichen Berufseinstieg.

Der Berufswahlpass ermöglicht, Eltern, Lehrkräften, der Berufsberatung und Betrieben die Jugendlichen auf ihrem Berufsfindungsweg zu unterstützen. Dieser stellt zudem die Angebote zur Berufsorientierung vor.

Als Hilfestellung soll auch das persönliche Stärkenprofil als Potenzialanalyse ermittelt werden, um in Summe die Förderung eines jeden Einzelnen zu ermöglichen. All das soll im Unterricht dokumentiert werden. Denn: Der Berufswahlpass fasst alle notwendigen Unterlagen zusammen, die für eine überlegte Berufswahl sinnvoll sind und hilft entsprechend bei der Lebensplanung, so die Zielsetzung.

Der Berufswahlpass soll die Eigeninitiative, Selbstverantwortung sowie Orientierungskompetenz fördern und unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei ihrer individuellen Lernplanung bis hin zur Realisierung der beruflichen Erstausbildung. Es sei sowohl für die Schüler selbst, als auch für potenzielle Arbeitgeber von Bedeutung, den Prozess des Übergangs von der Schule in die Berufs- und Arbeitswelt zu erleichtern. Letztere wollen schließlich Fachkräfte in spe ausbilden. Wegen des bekannten Mangels sollen die Schüler frühzeitig auf ihrem Weg dorthin begleitetet werden.

Claudia Seligmann verdeutlichte im Beisein von Karta Höft, stellvertretende Oberschulkonrektorin, sowie Sabine Müller vom Verein Ländliche Erwachsenenbildung, die Wichtigkeit einer gezielten Ausbildung: "Wir haben in der Region Berlin-Brandenburg 30 Prozent Ausbildungsabbrecher. Das ist eindeutig zu viel. Der Berufswahlpass soll dem entgegenwirken und die Zahl der Abbrecher senken. Als Leitfaden zur Berufsorientierung und -findung leistet der Berufswahlpass eine Hilfestellung, die jeder Schüler ernst nehmen sollte."

Gefördert und finanziert wird der Berufswahlpass übrigens vom Land Brandenburg, das seit 2016. In den Jahren von 2008 bis 2005 hatte der Landkreis Havelland selbst das Projekt finanziert

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