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Die Enttäuschung ist groß

Wolfgang Balzer / 15.09.2017, 21:03 Uhr
Groß Behnitz (MOZ) Seit mehr als fünf Jahren wird in Groß Behnitz über den Neubau einer Kita diskutiert, beraten, in der Nauener Stadtverwaltung geplant, 700.000 Euro Kredit sind dafür aufgenommen und im Mai war endlich die Freude bei den Eltern groß. Der Hauptausschuss hatte sich im Mai für einen Neubau auf einer Fläche in der Nähe der bestehenden Kita ausgesprochen, für die es inzwischen eine positiv beschiedene Bauvoranfrage gibt, den zusätzlich ins Gespräch gebrachten Hotelneubau auf der gleichen Fläche von dieser Entscheidung entkoppelt und im Oktober sollte der traditionelle erste Spatenstich erfolgen. Den wollten die Kinder mit einem kleinen Programm begleiten und freuten sich bereits auf das spannende Schauspiel mit den großen Baggern, wie Cima Trumm vom Kita-Ausschuss berichtete.

Doch daraus wird nichts, wie sie kürzlich informierte. Aus einem Antwortschreiben von Bürgermeister Detlef Fleischmann auf ihre Anfrage, wann genau Baustart ist, geht hervor, dass im September oder Anfang Oktober erst noch der Bauantrag gestellt werde.

Das bedeutet, dass der erste Spatenstich seitens der Stadt von Oktober 2017 auf voraussichtlich das erste Quartal 2018 verschoben wird, so dass mit einer Fertigstellung erst Ende 2018 zu rechnen sein kann.

Das sei auch so in den Ausschüssen vorgestellt worden, heißt es ferner in der Antwort an Cima Trumm. "Als Ortsbeirat haben wir bis heute keinerlei Hinweise über diese Verzögerung", teilte Ortsvorsteher Wolfgang Jung am Montag auf Nachfrage mit. Dem entgegnete allerdings Friederike Harnisch, kommissarische Fachbereichsleiterin Bildung: "Es gibt keine Verzögerungen. Wir als Stadt haben stets unseren kommunizierten Fahrplan verfolgt. Wir liegen absolut im Zeitplan. All das, was kolportiert wird, sind zeitliche Zusammenhänge der Planungen von Michael Stober."

Wie am Dienstag im Bildungsausschuss bekannt gegeben wurde, gäbe es für das Gebäude eine andere Variante. Es soll ein Doppelstockhaus als Kita errichtet werden. Wegen der notwendigen Planungen für diese Veränderung werde der Bauantrag bis zum 6. Oktober gestellt. Anfang des Jahres wird mit einer Baugenehmigung gerechnet.

Ihre Empörung über die Verschiebung des neuen Domizils für die 35 Jüngsten aus Groß Behnitz und Umgebung um mehr als ein halbes Jahr kann die Elternsprecherin kaum zurückhalten. Die Eltern sind schließlich von einem anderen Termin ausgegangen. Steven Liepe hat seinen Nachwuchs auch in der inzwischen ziemlich maroden Kita. "Klar haben wir uns im Mai über die Entscheidung des Hauptausschusses gefreut und bis heute daran geglaubt".

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