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Landrat und Gemeinde zur Lollapalooza-Kritik

"Veranstalter drückt sich vor Auswertung"

Margrit Meier / 16.09.2017, 06:00 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Auch Landrat Gernot Schmidt und Bürgermeister Karsten Knobbe weisen nun in einer Pressemitteilung die vom Veranstalter des Lollapalooza-Festivals erhobenen Vorwürfe "über überzogene Behördenauflagen" zurück.

Im Vorfeld von Großveranstaltungen gehöre es zu den grundlegenden Aufgaben der Verwaltung, Auflagen für einen reibungslosen Ablauf zu erlassen, heißt es. Dabei gehe es um die Sicherheit von Anwohnern und Besuchern, um Brandschutz ebenso wie um Lebensmittelsicherheit sowie den Schutz von Naturräumen und Denkmalen.

Der Veranstalter erklärt nun "nebulös", dass neben der Infrastruktur sowie Problemen bei der An- und Abreise die erlassenen behördlichen Auflagen zu der Entscheidung geführt hätten, im nächsten Jahr den Standort des Festivals zu wechseln.

"Derartig pauschale Anschuldigungen in einer so zentralen Frage sind nicht hinnehmbar", erklärt daraufhin Gernot Schmidt. "Wenn es angeblich überzogene Auflagen gegeben hätte, dann könnte man diese zum einen klar benennen, zum anderen hätten sie der Überprüfung durch das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg nicht standgehalten. Ich will Ross und Reiter wissen. Welche Auflagen haben wobei behindert?", sagt Schmidt.

Der Landkreis, die Gemeinde, der Veranstalter des Festivals und alle anderen Beteiligten hatten bereits im Vorfeld des Festivals beschlossen, alles einer nüchternen Manöverkritik und Auswertung zu unterziehen.

Nun vermutet man, dass sich der Veranstalter "durch den vierten Standortwechsel im vierten Jahr einer Aufarbeitung zu entziehen versucht". Das sei bedauerlich, lasse allerdings auch tief blicken, moniert der Landrat.

Bürgermeister Karsten Knobbe betont: "Egal welcher Standort zukünftig das Festival beherbergen wird, es sollte der eigene Anspruch eines professionellen Veranstalters sein, an einer offenen und sachgerechten Auswertung mitzuwirken. Hierzu bleibt der Veranstalter aufgefordert."

Mit Verwunderung wurden die Äußerungen von Seiten der Berliner Senatsverwaltung für Verkehr aufgenommen. "Diese lassen deutliche Unkenntnis über die Zuständigkeiten und Strukturen in Brandenburg erkennen, zumal eben jene Senatsverwaltung in die Erarbeitung des Verkehrskonzepts eingebunden war", heißt es zum Schluss.

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