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Gebührenzahlung wie gehabt

Einwohnerversammlung im Feuerwehrgebäude: Die Flemsdorfer hatten keine Hinweise zum Gebietsänderungsvertrag. Sie wollten aber einige Dinge, die ihnen am Herzen liegen, bei den Vertretern des Amtes und der Stadt Schwedt loswerden.
Einwohnerversammlung im Feuerwehrgebäude: Die Flemsdorfer hatten keine Hinweise zum Gebietsänderungsvertrag. Sie wollten aber einige Dinge, die ihnen am Herzen liegen, bei den Vertretern des Amtes und der Stadt Schwedt loswerden. © Foto: MOZ/Kerstin Unger
Kerstin Unger / 16.09.2017, 06:25 Uhr
Flemsdorf (MOZ) Die letzte von drei Bürgerversammlungen im Zuge des Eingemeindungsverfahrens der Gemeinde Schöneberg nach Schwedt fand in dieser Woche in Flemsdorf statt.

Die Sitzung im voll besetzten Beratungsraum im Flemsdorfer Feuerwehrgerätehaus war mit rund 30 Minuten zugleich die kürzeste der drei Einwohnerversammlungen in den Schöneberger Ortsteilen. Die Richtung scheint klar zu sein, die Mehrheit der Schöneberger will nach Schwedt. Die Amtsverwaltung und die Vertreter der Stadt Schwedt haben im Vorfeld intensiv an den Vertragsunterlagen gearbeitet. Die Dokumente lagen öffentlich aus. Die Kommunalaufsicht hatte den Vertragsentwurf vorab zur Einsicht bekommen. "Wir haben neun Seiten mit Hinweisen bekommen, die wir am 25. September noch verhandeln werden", sagte Amtsdirektor Detlef Krause. An diesem Abend wollte man hören, ob aus Sicht der Einwohner noch Änderungen nötig sind.

In die Diskussion brachten die Flemsdorfer vor allem Probleme und Wünsche ein, die sie tagtäglich bewegen. So wunderte sich Herrmann Holzwarth, dass nur eine Verkehrsinsel in Flemsdorf auf der viel befahrenen L 284 geplant ist. Wünsche könne man formulieren, aber man müsse die obere Verkehrsbehörde konsultieren", sagte Schwedts Bürgermeister Jürgen Polzehl. Den Auftrag nehme er mit. Außerdem forderte Herrman Holzwarth zum wiederholten Mal eine Unterstellmöglichkeit mit etwas Abstand von der Fahrbahn an der Schulbus-Haltestelle an der Feuerwehr. Auch für die Sicherheit von Radfahrern, die zunehmend auch hier durchfahren, sollte man mehr tun, so der Flemsdorfer. Das Thema sei wichtig, bestätigte der Amtsdirektor. Das ließ der Schwedter Bürgermeister ins Protokoll aufnehmen.

Generell wurde auf die Gefahren durch rasende Autofahrer hingewiesen. Nach 16 Uhr gehe es in Flemsdorf zu wie auf der Autobahn, hieß es. Nach dem schweren Lkw-Unfall im Frühjahr hätten auch die Laster-Fahrer wieder mitbekommen, dass man hier durchfahren kann. Hier wurde eine Tonnagebegrenzung gefordert. Das, so sagte Detlef Krause, werde man an den Baulastträger herantragen. "Außerdem bereiten wir eine Verkehrszählung vor. Wir sind dabei ein Gerät anzuschaffen, damit wir verlässliche Daten erhalten", erklärte der Amtsdirektor.

Hingewiesen wurde von den Bürgern auch auf den schlechten Zustand der Einfahrt zum Schöneberger Damm. Das sei eine Maßnahme, die bei der jährlichen Haushaltsdiskussion eingebracht werden müsste, war zu erfahren. Zudem, so kam aus dem Publikum, würden hier Landwirtschaftsmaschinen den Randstreifen so zerfahren, dass man zu Fuß und mit dem Fahrrad kaum noch durchkäme. Das soll als Thema festgehalten werden. "Wir machen eine Begehung und sehen, wie weit das Geld für die Unterhaltung im Haushalt reicht", versprach der Amtsdirektor.

Eine rechtliche Sache bewegte die Flemsdorfer doch noch: "Sind schon Umschreibungen für Einzugsermächtigungen bei Gartenpachten und anderes nötig", wolle ein Mann wissen. Er wolle schließlich, dass für den Bürger keine Strafgebühren entstehen. "Es bleibt vorerst alles wie es ist. Wenn die Genehmigungsverfahren abgeschlossen sind, geben wir das bekannt", versicherte Detlef Krause.

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