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Blickfänge in der Luft und am Boden

Matthias Wagner / 18.09.2017, 06:45 Uhr
Finowfurt (MOZ) Seit 2013 präsentierte das Luftfahrtmuseum im September einen Querschnitt aller im Laufe des Jahres stattfindenden Veranstaltungen. Beim Museumsfest war für jeden etwas dabei, wie der Zuschauerandrang am Wochenende zeigte. Viele Familien nutzten die Gelegenheit und auch das Wetter spielte mit.

Schon aus der Ferne konnte man am Sonnabend und Sonntag die rasanten Flugzeugmodelle beobachten und hören. Manche Maschinen boten bereits am Boden ein imposantes Erscheinungsbild. So wie der Selbstbau einer Gauie X 7 von René Schmidt aus Eberswalde.

Seit fast 20 Jahren frönt der gelernte Elektroniker seinem Hobby. "Schon zu DDR-Zeiten war ich vom Modellbau fasziniert", verriet er. Im Laufe der Jahre sei im Kreise von Gleichgesinnten dabei so manche Freundschaft entstanden, erklärte Schmidt. Marco Becker war mit seiner L 39 aus Cottbus gekommen. Das schwarz-rote Modell zog rasch die Blicke der Zuschauer an.

Die Moderation der Flugvorführungen hatte auf Wunsch der Finowfurter Organisatoren Roland Platzke aus Rathenow übernommen. Er sei auf zahlreichen Flugveranstaltungen anzutreffen, so der leidenschaftliche Modellbauer.

Eines der größten Flugzeuge, das sich dröhnend in die Luft erhob, war eine Jak 55 mit rund drei Metern Spannweite, einem Hubraum von 250 Kubikzentimetern und 25 PS. Aber auch Helikopter waren zu bewundern. "Heute sieht man alles, was fliegt", schwärmte Roland Platzke. Zur Freude der Zuschauer übrigens.

Nicht minder begeistert zeigten sich die Schiffsmodellbauer, die für ihre Vorführungen einen eigenen Teich nutzten durften. Torten Wiese ließ eine Panzerfähre vom Typ PTS-M1 zu Wasser. "Ein besseres Gelände, als hier in Finowfurt findet man nirgends", lobte Wiese.

Für die Freunde der Geschwindigkeit fand am Samstagnachmittag ein Achtelmeilenrennen mit amerikanischen PS-Boliden statt und wer das Ganze Spektakel von oben betrachten wollte, hatte mit einem Kranlift die beste Möglichkeit sich in die Lüfte zu begeben.

Historische Militärtechnik in Aktion war auf der Geländestrecke zu bestaunen. Es durfte auch selbst mitgefahren werden, wovon viele Besucher Gebrauch machten.

Erstmals fand auch eine Vorstellung der teilnehmenden Fahrzeuge statt. Jörg Engel, Vorsitzender des Luftfahrtmuseumsvereines, fand dazu erläuternde Worte und begrüßte die Fahrer.

Die Kinder erwartete ein abwechslungsreiches Programm. Zum Toben gab es Strohballen, eine Hüpfburg, verschiedene Gelegenheiten zum Spielen, wie das lustige Entenangeln, viele Dinge zum Ausprobieren und allerlei kulinarische Leckereien.

Die Eisenbahn, eine im VEB Lokomotivbau "Karl Marx" in Babelsberg gefertigte Jugendlok, erwies sich ebenfalls als beliebter Anziehungspunkt für die ganze Familie und war immer gut besetzt.

Der vierjährige Jonas interessierte sich sehr für das Entwerten von Fahrkarten an einem historischen Automaten, den die Oberbarnimer Eisenbahnfreunde ausgestellt hatten. Seine Schwester Lilly-Marlen (5) zeigte sich nicht weniger angetan von der alten Technik, während der Vater Robert Ritschel schon des Öfteren mit Ultraleichtflugzeugen auf dem Flugplatz in Finowfurt gelandet war und sich vor diesem Hintergrund bei dem bunten Museumsfesttreiben ebenfalls wohlfühlte.

Die Veranstalter gaben sich am Ende äußerst zufrieden mit dem Verlauf des Wochenendes. "Das Fest wird von Jahr zu Jahr besser angenommen. Das ist ein eindeutiger Trend", resümierte Birk Polten vom Luftfahrtmuseum.

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