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Lunower Erntefest lockte Hunderte Besucher / Mehr als 40 Schauwagen beim Umzug / Stimmensammlung für eigene Dorfschule

Traktoren, Kuchen und Tanzmusik

Matthias Wagner / 18.09.2017, 21:40 Uhr
Lunow (MOZ) Herrliches Spätsommerwetter, ein leichter Wind und angenehme Temperaturen. Besser konnte die Kulisse für das 13. Erntedankfest in Lunow nicht sein. Besonders für den aus rund 40 Schauwagen bestehenden Festumzug, der durch das beschauliche Dorf an der Oder rollte, waren dies beste Voraussetzungen.

Die Spitze des Zuges, der am Sonnabendnachmittag startete, markierte eine klassische Pferdekutsche mit einer prächtigen Erntekrone. Es folgte eine bunte Mischung aus historischen und modernen Landmaschinen, Pferdefuhrwerken und allerlei kuriosen Gefährten. Die Vereine des Ortes sowie der umliegenden Gemeinden, ortsansässige Firmen und Privatpersonen hatten die Parade diesmal auf mehr als 40 liebevoll geschmückte Wagen anwachsen lassen, die mit Musik und viel Applaus begleitet wurde. Die Moderation des Zuges hatte Elisabeth Radünz übernommen. Ortsteilbürgermeisterin Andrea Teichert fuhr selbst auf einem der Gefährte mit. Mit beliebten Schlagern stimmte im Anschluss an den Festumzug Marcus Christiansen die Gäste auf den Nachmittag ein. Viele begannen zu den eingängigen Melodien sogleich zu schunkeln. Traudel Speer, Katharina Ladewig und Angelika Albrecht waren jedenfalls sofort dabei. Frauen des Ortes hatten fleißig Kuchen gebacken, und wer es eher herzhaft mochte, kam auch auf seine Kosten. Das Flötenorchester "Con passione" aus Eberswalde zeigte eine Probe seines Könnens. Der Kinderchor unter Leitung von Christian von Recklinghausen wusste zu unterhalten und eine Sangesgemeinschaft aus der benachbarten polnischen Gemeinde Belinchen gab ein Gastspiel.

Imitten des Trubels warben Barbara Braun und Gunnar Lüsch mit einer Unterschriftensammlung für eine eigene Ortsschule, um der wachsenden Zahl der Kinder lange Wege zu ersparen. Als möglicher Träger der privaten Bildungseinrichtung komme ein Elternverein infrage, so beide übereinstimmend. Von staatlicher Seite wurde eine Wiedereinrichtung der Schule in Lunow bisher abgelehnt.

Am späten Nachtmittag wurde die diesjährige Erntekönigin gewählt. Danach durfte es die Jugendband, ebenfalls unter der Leitung von Christian von Recklinghausen krachen lassen. Der Tag war im Übrigen mit einem prallen Programm gefüllt. Schon am Vormittag gab es in der sogenannten "Jurte" eine Diskussionsrunde über bürgergesellschaftliches Engagement in Lunow. Initiiert wurde dieser Programmpunkt vom Verein Slubfurt aus Frankfurt (Oder), der sich dem Zusammenwachsen in der deutsch-polnischen Grenzregion widmet.

Beteiligt war ebenfalls das Lunower Begegnungszentrum. Im Anschluss durften die Teilnehmer auf einer Karte ihre Wünsche für die Zukunft des Ortes eintragen. Als der Herzenswunsch vieler Lunower kristallisierte sich dabei die Wiederbelebung des einstigen Liebesgrundes heraus, durch den früher eine Verbindung zwischen den Ortsteilen Lunow und Stolzenhagen verlief.

Im kommenden Jahr freuen sich die Lunower auf die 750-Jahr-Feier des Ortes. "Die Vorbereitungen sind schon im Gange", verriet Elisabeth Radünz. Lunow-Stolzenhagens Bürgermeisterin Andrea von Cysewski zeigte sich am Ende sehr zufrieden über das gelungene Fest und dankte allen Beteiligten, die zum Gelingen beigetragen hatten.

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