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Erneute Diskussion um Liegegebühren

Der Stadtsteg an der Ketziner Havelpromenade war trotz höherer Gebühren auch in diesem Sommer oft gut belegt.
Der Stadtsteg an der Ketziner Havelpromenade war trotz höherer Gebühren auch in diesem Sommer oft gut belegt. © Foto: Wolfgang Balzer
Wolfgang Balzer / 19.09.2017, 20:07 Uhr
Ketzin/Havel (MOZ) Die mit Saisonbeginn gültig gewordene Gebührenerhöhung für das Anlegen an den bei Wassertouristen beliebten Ketziner Stadtsteg an der Havelpromenade brachte zwar die gewünschten Mehreinnahmen für die defizitär gewordene Steganlage, die wurden allerdings mit einem Imageverlust für die Stadt erkauft. Das ist kein plötzlich eingetretenes Ereignis, denn warnende Stimmen vor dieser Gebührenerhöhung gab es mehrere. Eine knappe Mehrheit der Stadtverordneten hatte sich dennoch durchgerungen, im Interesse des Stadthaushaltes den höheren Liegegebühren zuzustimmen, um das Defizit zumindest zu verringern.

Im Gästebuch der Stadt und auch in Leserbriefen an diese Zeitung wurden die Liegegebühren an sich nicht immer als unverhältnismäßig angesehen, sondern dass außerdem die am Steg angebotenen Leistungen in jedem Fall extra zu bezahlen sind. Eine mitten in der Saison ins Gespräch gebrachte Veränderung wurde verschoben. Nun unternahm die Fraktion der SPD/Freie Wähler angesichts dieser unbefriedigenden Situation in der Stadtverordnetenversammlung einen neuen Anlauf, die Wogen zu glätten. Die gegenwärtige Situation schließt einen Imageverlust für die Stadt nicht aus und könnte potentielle Besucher abhalten, unser Naherholungsgebiet zu nutzen, heißt es unter anderem in einem Antrag der Fraktion. Sie schlägt deshalb vor, die Steganlage und deren technische Einrichtungen zu erweitern, die Sanitäranlagen zu verbessern und zu erweitern, sowie die Liegegebühren kaufmännisch zu überarbeiten und mit dem touristischen Leitbild 2030 der Stadt in Einklang zu bringen. Zu letzterem wird angemerkt, dass sich die Gebührenerhöhung ausschließlich nur für die über Nacht den Steg nutzenden Wassersportler auswirkt. Deshalb sollte bei den Gebühren ein Unterschied zu denen gemacht werden, die am späten Nachmittag den Steg verlassen. Nach dem jetzigen Stand der Diskussion werden die kommunalen Gremien der Stadt wohl bis Beginn der neuen Saison eine überarbeitete Gebührenordnung beschließen.

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