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Leseraktion von MOZ und Agendagruppe Umwelt: Besuch bei Gabriele Ehrlich in Criewen

Stiller Kraftquell und Pilgerort

Liebt die Morgenstunden im Garten: Gabriele Ehrlich liebt es romantisch und vielfältig. Auf das üppig blühende Eisenkraut, eine Schmetterlingsweide, ist sie besonders stolz
Liebt die Morgenstunden im Garten: Gabriele Ehrlich liebt es romantisch und vielfältig. Auf das üppig blühende Eisenkraut, eine Schmetterlingsweide, ist sie besonders stolz © Foto: MOZ/Daniela Windolff
Daniela Windolff / 20.09.2017, 06:00 Uhr
Criewen (MOZ) Sie sind Oasen der Ruhe im hektischen Alltag, Refugien für Mensch, Tier und Pflanze - naturnahe Gärten. Die Gemeinschaftsaktion von MOZ und Agendagruppe Umwelt Angermünde stellt beispielhafte Lesergärten vor. Heute: Zu Besuch bei Gabriele Ehrlich in Criewen.

Auch wenn man von der Straßenseite aus nicht ahnt, was sich hinter dem alten Haus in Criewen für ein paradiesisches Wunder verbirgt, ist der Garten von Gabriele Ehrlich für viele Garten- und Naturliebhaber längst kein Geheimtipp mehr. Seit vielen Jahren beteiligt sie sich am uckermarkweiten Tag der offenen Gärten und führt Besucher durch ihr Refugium, das in einem Stil-Potpourri aus englischem Garten, Bauerngarten, historischem Park nach Lennés Art und Landhauschic gestaltet ist. Erst Anfang September lustwandelten wieder 200 Besucher entlang der geschwungenen Rabatten, Blumen- und Gehölzinseln unter alten Bäumen entlang und staunten, schwelgten und beobachteten Schmetterlinge und Hummeln, die sich auf den blauen Blütenköpfen des Eisenkrauts zu Dutzenden tummeln. Dieses Beet hat Gabriele Ehrlich neu angelegt, ein Streifen auf der kurz gemähten Wiese, der zum Blickfang wird - einer von vielen.

Die Dahlien, die die Hobbygärtnerin und bekennende Autodidaktin so sehr liebt, sind in diesem nassen Sommer leider verfault. Dafür blühen auch jetzt im Herbst noch unzählige andere Arten in bunter Farb- und Formenvielfalt. Rosen und Fetthenne, Phlox und Sonnenbraut, Cosmea, Sonnenblumen, Astilben, Goldrute, überraschend vielfältige Sorten von Studentenblumen, mal kleinblättrig und zierlich, mal üppig und brusthoch, sowie Wiesenraute mit ihren filigranen zarten Blütenranken, eine der Lieblingsblumen von Gabriele Ehrlich.

In Schattenecken bedecken Funkien, Farne, Geißblatt, Efeu und verschiedene Lungkräuter den Boden. Auf der Sonnenwiese sorgen Inseln mit Sommerblumen, mehrjährigen Stauden und Gehölzen mit vielfarbigem Blattwerk bis zum Wintereinbruch für Farbtupfer. Vieles vermehrt sich selbst. Aber die Gartenfreundin hat auch Freude daran, von Reisen immer mal wieder neue Pflanzen mitzubringen.

Der riesige Garten ist ihr Lebensmittelpunkt, Kraftquell und Familientreffpunkt. Und zweimal im Jahr beliebter Pilgerort. "Da steckt sehr viel Arbeit drin. Aber ich liebe es, bei Sonnenaufgang mit der Tasse Kaffee in der Hand durch den Garten zu gehen und rumzupusseln", strahlt Gabriele Ehrlich die Freude aus, die ihr Gartenparadies atmet.

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