Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Mauerwerksanierung wegen Verwitterung

Fachkundige Sorge um "Patient" Kirchturm

Handwerker tatkräftig im Einsatz: Am Kirchturm haben die Sanierungsarbeiten begonnen.
Handwerker tatkräftig im Einsatz: Am Kirchturm haben die Sanierungsarbeiten begonnen. © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 20.09.2017, 06:00 Uhr
Bollersdorf (MOZ) Vorbeifahrenden - zumal in Bollersdorf zeitweise Tempo 30 gilt - dürfte es in den vergangenen Tagen bereits aufgefallen sein: Der Turm der Dorfkirche ist eingerüstet. Mitarbeiter der Müncheberger Baugesellschaft (MBG) sind dort in den kommenden Wochen mit dringend notwendigen Sanierungsarbeiten beschäftigt. Ulrich Wehlan, der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates in Buckow, rechnet damit, dass die Handwerker etwa bis Mitte Oktober zu tun haben.

Es ist die normale Verwitterung im Laufe der Jahrzehnte, die dem Mauerwerk im Turmbereich ganz schön zugesetzt hat, so der Hintergrund der jetzt erfolgenden Maßnahme. Notwendige Ausbesserungen, die noch rechtzeitig erfolgen sollen, bevor sich bestimmte Schäden womöglich längerfristig fortpflanzen und verstärken.

"Den alten Putz abschlagen, die Steine ausbessern, dann wieder neu verputzen", listet Ulrich Wehlan auf, was jetzt in den einzelnen Schritten ansteht. Der Putz ist bereits gefallen, so dass die Arbeiter nun freien Blick auf die Ziegelreihen darunter haben und bei genauer Inaugenscheinnahme sehen können, welche Stücke womöglich ersetzt werden müssen. Da so etwas zuvor in der ersten Bestandsaufnahme so detailliert nicht möglich war, können die Kosten auch noch etwas steigen, ist den Auftraggebern durchaus bewusst.

Froh und dankbar sind der Gemeindekirchenratsvorsitzende sowie Pfarrerin Anika Grünwald allerdings, dass der größte Anteil der Ausgaben über Spendenmittel abgedeckt werden kann. Arnold Bellack mit seiner Großspende von 20 000 Euro müsse da besonders genannt werden. Aber auch etliche Einzelspender aus Bollersdorf und Umgebung tragen das Ihre bei, können sich am Ende des sinnvollen Einsatzes ihrer Unterstützung sicher sein. Offene Fugen werden jetzt im Zuge der Sanierungsarbeiten mit geschlossen, neu verputzt, aber nur dort, wo auch vorher schon Putz war, also im oberen Bereich mit den Ziegeln. Das alte Feldsteinmauerwerk, charakteristisch für den Bau aus dem 15. Jahrhundert, bleibt weiter unverputzt.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG