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Stadt baut provisorischen Fußweg am Lindower Weg in Markendorf

Sicher zur Straßenbahnhaltestelle

Aus Trampelpfad wird Fußweg: Mitarbeiter des Bauhofes begannen am Dienstag mit Bauarbeiten am Lindower Weg
Aus Trampelpfad wird Fußweg: Mitarbeiter des Bauhofes begannen am Dienstag mit Bauarbeiten am Lindower Weg © Foto: MOZ/Thomas Gutke
Thomas Gutke / 20.09.2017, 06:40 Uhr - Aktualisiert 20.09.2017, 07:34
Markendorf (MOZ) Aufatmen im Lindower Weg in Markendorf. Am Dienstag begannen zwischen Flüchtlingsunterkunft und B87 die Arbeiten für einen Fußweg zur Straßenbahnhaltestelle. Seit Monaten holen sich Anwohner auf dem Weg zu Bus und Bahn entweder nasse Füße - oder bringen sich beim Überqueren von Gleisen und der Bundesstraße selbst in Gefahr.

"Wir haben hier viele Kinder, die zur Schule nach Frankfurt oder Müllrose fahren. Die überqueren morgens erst die Schienen, was sie dort eigentlich gar nicht dürften, und warten dann minutenlang, bis sie über die vielbefahrene Straße gehen können. Ein paar Meter weiter müssen sie wieder auf die andere Straßenseite wechseln", erklärt Ortsvorsteher Dieter Rudolf am Dienstag vor Ort. Rollstuhl- oder Rollatorfahrer hätten praktisch keine Möglichkeit, zur Haltestelle zu gelangen. "Das hat die Leute hier zurecht aufgeregt. Deshalb haben wir da auch nicht bei der Stadt locker gelassen", sagt Günter Müller, Mitglied im Ortsbeirat. Daneben habe auch eine Initiative von Bürgern Druck bei der Verwaltung gemacht. Stadtsprecher Martin Lebrenz weist jedoch darauf hin, dass es bereits einen offiziellen Weg zur Straßenbahn gibt, der aber deutlich länger ist, als die von den Anwohnern genutzte Abkürzung.

Hintergrund ist der Ausbau des früheren Verwaltungsgebäudes zu einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber. Früher kamen die Anwohner des Lindower Weges über das damals frei zugängliche Außengelände zur Straßenbahn. Jetzt ist es umzäunt und der Zugang versperrt, weshalb sich die Anwohner alternative Wege suchen mussten.

Einer führte querfeldein durch das grüne Gras links am Parkplatz vorbei. Genau dieser Trampelpfad wird jetzt befestigt. "Der Weg wird geschottert und bekommt eine Deckschicht. Damit ist er auch für gehbehinderte Personen nutzbar", meint Dieter Rudolf. Die Bauarbeiten sollen eine Woche bis zehn Tage dauern.

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