Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Vorstand auf dem Wasser gewählt

Matschepampe: Umweltbildungsreferent Daniel Kowal erklärt den Kuratoriums-Mitgliedern auf dem Solar-Explorer etwas über die hinaufbeförderten Sedimente des Werbellinsees.
Matschepampe: Umweltbildungsreferent Daniel Kowal erklärt den Kuratoriums-Mitgliedern auf dem Solar-Explorer etwas über die hinaufbeförderten Sedimente des Werbellinsees. © Foto: MOZ/Marco Marschall
Marco Marschall / 01.09.2017, 06:30 Uhr
Altenhof (MOZ) Die Amtsdirektoren Dirk Protzmann (Joachimsthal) und Jörg Matthes (Britz-Chorin-Oderberg), Angermündes Bürgermeister Frederik Bewer und die Eberswalder Hochschulprofessorin Vera Luthardt gehören zum neu gewählten Vorstand des Kuratoriums Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Das fünfköpfige Gremium wird durch Jörn Klitzing, Geschäftsstellenleiter der IHK in Eberswalde, komplettiert. Er bleibt darüber hinaus Vorsitzender. Die Wahl fand am Dienstagnachmittag auf dem Werbellinsee statt. Denn für ihre zweite Sitzung in diesem Jahr hatten die Kuratoriumsmitglieder das in Altenhof liegende Forschungsschiff Solar-Explorer ausgewählt. Das allein mit der Kraft der Sonne betriebene Fahrgastschiff, das von Schulklassen gechartert werden kann, war gleichzeitig eines der Themen. Denn das Boot wird vom Verein Kulturlandschaft Uckermark betrieben, der unter dem ersten Tagesordnungspunkt von seinem Vorsitzenden Martin Krassuski vorgestellt wurde.

"Wir sind vielleicht etwas blauäugig ins Projekt reingegangen", so Krassuski auf die Frage, ob sein Verein den Solar-Explorer noch einmal bauen lassen würde. 2012 wurde das Schiff fertiggestellt. Damals sei man mitten in die Solarkrise hineingeschlittert. Wegen der hohen Kosten war das Schulungsboot umstritten. 80000Euro verschlingt allein der Betrieb pro Jahr, davon 11000Euro für die Versicherung. Geld, das durch Kinder und Studenten, die das Angebot vorrangig nutzen, nicht wieder eingespielt werden kann. Das Projekt bleibt auf Fördermittel angewiesen.

Jenseits des Schulungsschiffes liegt ein Hauptaugenmerk des Kulturlandschaftsvereins auf dem Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin. An dessen Nordrand wollen Krassuski und Co. nun die in den 1970er-Jahren verschwundene europäische Sumpfschildkröte wieder ansiedeln. Kritisiert wurde der Verein zur Kuratoriumssitzung wegen mangelhafter Öffentlichkeitsarbeit und Transparenz. Man bekomme von seiner Arbeit wenig mit, hieß es.

Mehr von ihrer Arbeit würde auch Biosphärenreservats-Leiterin Ulrike Garbe gern mitteilen. Nur scheint das Interesse bei den Verwaltungs- und Ortschefs der Region verhalten. So sei zum jüngsten Aktionstag keiner der angemailten Amtsdirektoren und Ortsbürgermeister des Gebiets erschienen. Die Anwesenden Dirk Protzmann und Jörg Matthes erklärten das mit der Termindichte am Wochenende.

Inhaltlich beschäftigt die momentan elf Mitarbeiter und zwei Bundesfreiwilligen im Biosphärenreservat derzeit eine Tourismuskonzeption. Neu im Team ist Frieder Mundt. Er ist Schorfheide-Chorins Klimawandelmanager im Rahmen des von der Europäischen Union aufgelegten Zenapa-Projekts (Zero Emission Nature Protection Areas), das auf die CO2-Neutralität von Großschutzgebieten abzielt.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG