Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Leiter Willi Huwe begrüßt Kontrollen des Bad Freienwalder Reviers / Familienvater kritisiert Lehrerparkplätze vor dem Areal

Polizei beobachtet Verkehrschaos vor Falkenberger Schule

Steffen Göttmann / 21.09.2017, 06:20 Uhr
Falkenberg (MOZ) Es ist kurz nach 7 Uhr vor der Alex-Wedding-Grundschule in Falkenberg. Das erste Auto hält oben am Schultor, ein Kind springt hinaus. Der Fahrer wendet und steuert sein Auto hinunter in Richtung Ernst-Thälmann-Straße. Kurz darauf kommt wieder ein Auto. Die Fahrerin zögert und biegt zum Parkplatz ab. Denn oben an der Schule steht ein Funkstreifenwagen des Polizeireviers Bad Freienwalde. Neben ihm haben die beiden Polizeihauptkommissare Cornelia Schostag, Revierpolizistin für das Amt Falkenberg-Höhe, und Sebastian Thon, stellvertretender Leiter des Bad Freienwalder Reviers, Position bezogen.

Bald bildet sich eine Autoschlange auf dem Weg zur Schule. Der Verkehr kommt ins Stocken, weil die Zufahrt zur Schule für einen Gegenverkehr zu schmal ist. "Viele Eltern wollen am liebsten ihr Kind bis vor die Tür zum Klassenzimmer fahren", erklärt Cornelia Schostag, die regelmäßig vor der Schule steht und das Verkehrschaos beobachtet.

Dabei sei vielen Eltern nicht bewusst, dass sie Kinder gefährden und sie sogar Unfälle provozieren. Denn den Platz, an dem sie ihre Kinder herauslassen, überqueren die Schüler auf dem Weg zur Turnhalle.

Cornelia Schostag belässt es in der Regel bei Belehrungen. Wer jedoch das Kind oder sich nicht richtig angegurtet hat oder gerade im Auto telefoniert, den lasse sie nicht einfach davon kommen, sagt sie.

Schulleiter Willi Huwe begrüßt die Kontrollen. "Wir haben extra das Gitter am Gehweg anbringen lassen. Die Idee dabei ist, dass die Eltern die Kinder unten aussteigen lassen und diese dann den kurzen Weg zur Schule laufen", sagt Huwe. Der Schulleiter beklagt die fehlende Einsicht der Eltern und die Abneigung der Kinder, ein paar Schritte zu laufen. Kinder aus Falkenberg könnten gut zu Fuß gehen. Selbst Kinder, die nicht weit von der Schule entfernt wohnen, werden mit dem Auto gebracht.

"Ich finde es unfair, die Eltern in eine Ecke zu stellen, denn sie können nichts dafür", machte Jürgen Lange aus Krummenpfahl seinem Ärger Luft. Das Verkehrschaos werde nur nach unten verlagert.

Jürgen Lange ist selber Lehrer und arbeitet in Seelow. "Wir sind angehalten, draußen zu parken", sagt er. In Falkenberg sei das umgekehrt. Für die Lehrer sind Parkplätze vor der Schule reserviert. Wenn diese unten parken, so Lange, sei oben genug Platz für die Eltern.

Zudem sei der Busverkehr von und zur Falkenberger Grundschule zu verbessern, so Jürgen Lange. Er sei nicht auf die Öffnungszeiten der Schule abgestimmt. Die Kinder in Krummenpfahl müssten eine halbe Stunde früher aufstehen, wenn sie den Bus nehmen, der durch mehrere Dörfer fährt. Dies sei für eine Familie unzumutbar. Am Unterricht und an den Bildungsinhalten der Falkenberger Grundschule sei nichts auszusetzen, betonte Jürgen Lange.

Ungeachtet dessen wird die Polizei ihre Kontrollen in Falkenberg fortsetzen. Durch Präsenz hoffen die Beamten, die Eltern zum Umdenken zu bewegen. Den Weg zur Schule für Autofahrer zu sperren, sei nicht möglich, weil es sich um eine öffentliche Straße handelt, sagte Willi Huwe. Zudem müsse die Gemeinde den Weg zur Turnhalle offen halten, die außerhalb der Schulzeit von Vereinen genutzt wird.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG