Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Bürgermeister ist empört: Ideen zur Umleitung im Ort vom Straßenverkehrsamt komplett abgelehnt

Verkehrschaos befürchtet

Die Gemeinde befürchtet, dass mit der Sperrung der Altlandsberger Chaussee und der Lindenallee für den Ausbau des Kreisels an der Ortsdurchfahrt der L 30 in Fredersdorf-Vogelsdorf auf den umliegenden Straßen ein Chaos ausbrechen könnte.
Die Gemeinde befürchtet, dass mit der Sperrung der Altlandsberger Chaussee und der Lindenallee für den Ausbau des Kreisels an der Ortsdurchfahrt der L 30 in Fredersdorf-Vogelsdorf auf den umliegenden Straßen ein Chaos ausbrechen könnte. © Foto: MOZ/Edgar Nemschok
Irina Voigt / 22.09.2017, 06:20 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Mit sechs Wochen Verzug soll nun mit dem Kreiselbau begonnen werden. Ab nunmehr 2. Oktober sollen dafür sowohl die Altlandsberger Chaussee als auch die Lindenallee gesperrt werden. In der Gemeinde ist man besorgt, wie die Autofahrer damit zurechtkommen werden.

Lange haben die Fredersdorf-Vogelsdorfer auf den Ausbau der Ortsdurchfahrt gewartet. Auf dem ersten Bauabschnitt war es zügig vorangegangen. Das hat auf dem zweiten Bauabschnitt in diesem Jahr nicht funktioniert. Fünf Wochen Bauverzug stehen an. Und nun folgt die Sperrung der beiden Hauptstraßen, um den Kreisel auszubauen.

Im Rathaus macht man sich derweil Gedanken, wie man die Autofahrer sicher durch den Ort bringen könnte. "Sechs Wochen haben wir an Vorschlägen für eine innerörtliche Verkehrslenkung im Sinne der Anlieger und vor allem zu Gunsten der Schwächsten im Straßenverkehr, den Kindern und älteren Menschen, gearbeitet", sagt Bürgermeister Thomas Krieger. Es habe Abstimmungen mit dem Straßenverkehrsamt gegeben und Hinweise seien berücksichtigt worden.

Umso unverständlicher ist den Fredersdorf-Vogelsdorfern nun die fast vollständige Ablehnung der Vorschläge. So sollte die Gärtnerstraße gesperrt werden. Die ist nur rund sechs Meter Straßenraum von Zaun zu Zaun breit, auf der sind nun alle Fußgänger einem Kfz-Begegnungsverkehr mit Baustellenzufahrt zum Baugebiet Ahornstraße ausgeliefert. "Ohne, dass seitens des Straßenverkehrsamtes ein eigener Vorschlag gemacht wurde, wurde das wegen ,erheblicher Bedenken hinsichtlich der Erschließung von Grundstücken und Baufeldern, die in den nächsten Wochen angemeldet sind', abgelehnt."

Abgelehnt wurde auch der Vorschlag für die "Vogelsiedlung". Auf der dort nur 3,50 Meter breiten Fahrbahn sollte ein Einbahnstraßensystem installiert werden, um den Verkehrsstrom zu entspannen. Damit wäre der Verkehr, von der Landesstraße kommend, Richtung Akazienstraße vom gegenläufigen Verkehr getrennt worden.

"Das Straßenverkehrsamt sieht aus nicht näher ausgeführten Gründen dadurch die Verkehrssicherheit gefährdet und verweist zum anderen auf in dem Gebiet stattfindende Arbeiten der Leitungsverlegung des Wasserverbandes. Die allerdings vom Straßenverkehrsamt trotz Kenntnis des kommenden Umfahrungsverkehrs selbst genehmigt wurden", moniert Krieger.

"Ich dachte immer, das Straßenverkehrsamt soll für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und für einen geregelten Verkehrsfluss sorgen - das kann ich bei solchen Entscheidungen nicht erkennen", so die deutliche Kritik von Bürgermeister Thomas Krieger.

Besonders ärgert es den Bürgermeister, dass das Straßenverkehrsamt nach seiner Entscheidung tagelang nicht erreichbar gewesen sei. "Die Gemeinde hat ihr Bestes gegeben. Für die aus unserer Sicht nun kommenden Verkehrsprobleme und Gefahren für die Fußgänger ist damit allein das Straßenverkehrsamt verantwortlich," sagt Krieger.

Aus dem Landesstraßenbauamt war zu erfahren, dass beim Bau von Landesstraßen "Umleitungen ausschließlich über Landesstraßen zu führen" seien. Innerörtliche Umleitungen über kommunale Straßen würden nie genehmigt werden, hieß es. Aber aus dem Landratsamt wurde angekündigt, dass man sich noch einmal mit den Fredersdorf-Vogelsdorfern in Verbindung setzen werde, um die aufgetretenen Unstimmigkeiten möglichst auszuräumen.

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG