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Bei Oder-Queen und Bullen zu Gast

Michael Dietrich / 22.09.2017, 06:40 Uhr
Heinersdorf (MOZ) Mit zünftigem Umzug und Erntefest, einer Western-City, Theater in einer Scheune und Seifenkistenrennen am Sonnabend beweist der zweitgrößte Schwedter Ortsteil, das er auch zu den aktivsten und schönsten gehört. Heinersdorf will den Titel "Dorf mit Zukunft" holen.

Als Bürgermeister Jürgen Polzehl kürzlich den ältesten Schwedter Ortsteil besuchte und mit Ortsvorsteher Jürgen Crusius durch ganz Heinersdorf kutschierte, staunte er nicht schlecht. Der Ort hat sich seit der Wende mächtig entwickelt. Kein einziger Bauplatz ist mehr im Baugebiet frei. "Wir haben Anfragen ohne Ende, aber kein Bauland mehr", berichtet Crusius. Er zeigt dem Bürgermeister das Gemeindehaus, dass im nächsten Jahr umgebaut wird, damit mehr Platz ist für immer größere Familienfeiern, dafür zieht der Jugendklub unters Dach.

Gut genutzt werde auch der Backofen auf dem Gutshof, der regelmäßig zu Feierlichkeiten in Gang gesetzt wird. Jetzt will sich der Ort noch eine überdachte Sitzgelegenheit dazu bauen.

In Oder Queen City, wie die 30 Mitglieder des Country-Clubs ihre Westernstadt getauft haben, wird das Stadtoberhaupt mit frisch Gegrilltem begrüßt. Der Verein öffnet sein Domizil inzwischen öfter für Tage der offenen Tür, Kindergruppen oder Vereinsjubiläen. Demnächst feiern die Senioren des Ortes zwischen Kirche, Saloon, Schmiede und General Store.

Eine Scheune haben die Heinersdorfer für Thateraufführungen der Laienspielgruppe "Die Ottenhäusler" ausgebaut und die spontane Idee, auf der schönen Langen Straße mal ein Seifenkistenrennen auszutragen, feiert am kommenden Sonnabend schon seine vierte Auflage. Das könnte eine genauso schöne Tradition werden, wie das Erntedankfest. Es fand vor zwei Wochen trotz regnerischen Wetters wieder viele Besucher auch von Außerhalb.

Dass Heinersdorf auch wirklich noch ein Dorf ist, davon kann man sich in den zwei Landwirtschaftsbetrieben mit 13 Mitarbeitern, die Dirk Berndt führt, überzeugen. Die Agrar GmbH hat viele Hektar eigenes Land, auf dem Weizen, Gerste, Raps und Zuckerrübern produziert werden. Im eigenen Betrieb züchtet der Landwirt Uckermärker-Rinder, von denen der größte Bulle "Mamut" derzeit 1,2 Tonnen auf die Wage bringt und auf Ausstellungen diverse Preise einheimst.

Heinersdorf bewirbt sich neben den Ortsteilen Kunow, Hohenfelde, Gatow und den Dörfern Passow, Annenwalde, Fürstenwerder und Landin in diesem Jahr im Kreis-Wettbewerb um den Titel "Unser Dorf hat Zukunft".

Was sich in Zukunft in Heinersdorf noch ändern soll, zeigt Jürgen Crusius dem Gast aus Schwedt: "Wir wünschen uns, dass der Brestpfuhl mitten im Ort wieder zu einem Kleinod wird und dass ein, zwei Ausweichstellen an der Passower Straße eingerichtet werden, damit sich Autos dort gefahrlos begegnen können."

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