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Nichtöffentliche Versammlung suchte in Mixdorf vergeblich nach einem Kompromiss

Debatte zu geplanten Windräder

Protest im Schlaubetal: Mit diesen Plakaten kämpft die Bürgerinitiative "Kein Windpark in Mixdorf" gegen das vorliegende Konzept der Regionalen Planungsgemeinschaft in Beeskow.
Protest im Schlaubetal: Mit diesen Plakaten kämpft die Bürgerinitiative "Kein Windpark in Mixdorf" gegen das vorliegende Konzept der Regionalen Planungsgemeinschaft in Beeskow. © Foto: MOZ/Hubertus Rößler
Ralf Loock / 23.09.2017, 06:30 Uhr
Mixdorf (MOZ) In einer nichtöffentlichen Beratung hat man jetzt in Mixdorf im Streit um die geplanten Eignungsgebiete für Windräder in der Region nach einem Kompromiss gesucht. Allerdings vergeblich, "jeder beharrt auf seinen Forderungen", berichtete Bürgermeisterin Marlies Janisch nach der Sitzung.

Vor dem Hintergrund der verfahrenen und angespannten Situation hatte man sich darauf verständigt, in einem Gesprächsabend nach Auswegen zu suchen, beschrieb sie die Ausgangslage. Dabei war die Erwartung bei vielen Teilnehmern nicht allzu hoch, viele sagten auch einfach nur zu, da im Falle einer Absage der Schwarze Peter bei ihnen liegen würde. So sagte beispielsweise Matthias Vogel, Amtsdirektor des Amtes Schlaubetal, dass er ohne allzu hohe Hoffnungen in das Treffen gegangen sei. So kam dann eine beachtenswerte Versammlung in Mixdorf zusammen - für die Investoren sprach ein Vertreter des Bundesverbandes der Windkraftanlagen, für die Region waren unter anderen der Landtagsabgeordnete Andreas Gliese (CDU), Landrat Rolf Lindemann sowie der Kreistagsabgeordnete Wilfried Selenz, der in Mixdorf wohnt, erschienen. Für die Regionale Planungsgemeinschaft in Beeskow, die an den Plänen und dem Abwägungsverfahren arbeitet, argumentierte Wolfgang Rump.

Wie Marlies Janisch weiter berichtete, nahmen an der Aussprache ferner Kommunalpolitiker aus Mixdorf und Schneeberg sowie Vertreter der Bürgerinitiative "Kein Windpark in Mixdorf" teil. Anwesend war auch der Mixdorfer Ornithologe Hans-Peter Grätz, er befürchtet, dass die Winderräder zur Todesfalle für viele einheimische Greifvögel werden, sowie Amtsdirektor Matthias Vogel und Mixdorfs Bürgermeisterin Marlies Janisch.

In der Aussprache habe jede Partei erneut ihre Position vorgetragen, eine Einigung konnte man nicht erzielen, fasste die Bürgermeisterin den Ablauf zusammen. Beachtenswert seien die Aussagen der Vertreter der Planungsgemeinschaft, dass das Abwägungsverfahren noch andauere und mit einer Entscheidung wahrscheinlich erst Anfang 2018 zu rechnen sei. Die Bürgerinitiative fordert, dass im Falle der geplanten Standorte bei Mixdorf und Grunow-Dammendorf "Besonderheiten" berücksichtigt werden sollte. "Von den negativen Auswirkungen des geplanten Windparks" sei nicht nur die Gemeinde Mixdorf betroffen, sondern alle Einwohner des Schlaubetals, denn: "Die Fläche des Windparks grenzt direkt an den Naturpark Schlaubetal und an Wohngebiete in Mixdorf und Grunow. Das Schlaubetal gilt als Schatzkammer der Artenvielfalt." Ein Windpark würde "den Lebensraum der Tiere nachhaltig" schädigen.

Marlies Janisch betonte, dass man alle diese Angaben der Regionalen Planungsgemeinschaft vorgelegt habe. Das Konzept, dort Windenergie-Standorte zu errichten, sei nach ihrer Einschätzung aus naturschutzrechtlichen Gründen unmöglich. "Wir haben den schriftlichen Nachweis erbracht", sagte sie. Daher gehe man im Schlaubetal davon aus, dass der Plan für diese Standorte nicht genehmigt werden wird.

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