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Geschichten am Wegesrand

Ortsvorsteher Christian Sommer half beim Platzieren der Infotafel zum alten Rochow-Gut in der Kastanienallee 16.
Ortsvorsteher Christian Sommer half beim Platzieren der Infotafel zum alten Rochow-Gut in der Kastanienallee 16. © Foto: MZV
Thomas Messerschmidt / 23.09.2017, 07:54 Uhr
Schenkenberg (MZV) (tms) Schenkenberg bereitet für 2018 ein Jubiläumsfest vor. Zum 90. Geburtstag. Im Groß Kreutzer Revier mag man angesichts der "Jugend" schmunzeln, datiert Deetz urkundlich doch aufs Jahr 1190, Götz auf 1193, Groß Kreutz auf 1275 - und dennoch kann der jüngste Ortsteil ein paar historische Wörtchen mitreden. Dank der IG Optische Telegraphie, die 2016 Schenkenberg als Station Nr. 6 der 1832-1852 bestehenden Telegraphenlinie Berlin-Koblenz wieder greif- und sichtbar machte. Seitdem schwebt den Mitstreitern ein Telegraphenrundweg vor, der zum 90. Ortstgeburtstag vollständig sein soll. Mit Schau- und Infotafeln an ortsgeschichtlich markanten Stätten. Der Anfang wurde in der Gartenstraße 47 gemacht, wo bereits 1928 ein etwa 2.500 Jahre altes Urnengräberfeld entdeckt wurde. Neuerdings findet sich eine Infotafel auch in der Kastanienallee 16, wo einst ein Gutshaus stand und das an die Zeit erinnert, als Schenkenberg noch Vorwerk war und zum Besitz der berühmten Rochow-Familie gehörte. Auf der Tafel hat Hobby-Heimatforscher Reinhold Strehlau verewigt: "Bis zu den Rochow'schen Erbteilungen von 1764 befanden sich an der Nahtstelle der Rochow'schen Gutsfluren Trechwitz und Jeserig je ein Vorwerk auf den so genannten Schenkenstücken. Vermutlich wurde dort Weidewirtschaft betrieben. Durch die erneuten Erbteilungen von 1827 wurden die beiden Vorwerke mit den Schenkenstücken zu einem Vorwerk (ohne Ortsanbindung) zusammengelegt. Der spätere Ortsname Schenkenberg geht vermutlich auf diese Flurnamen zurück."

Groch und Strehlau hoffen, bis zum 90. Ortsgeburtstag wenigstens drei weitere Tafeln platzieren zu können - gegenüber an der einstigen GPG, vor der Kirche und am Fliederberg zur Natur.

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