Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Lichtenower Sportverein ist Träger des sanierten Gebäudes

Aus dem Dorfkonsum wird ein Treff fürs Dorf

Rapport: Einmal in der Woche schaut Marina Paczynski (2. v. r.) auf der Baustelle in Lichtenow vorbei. Mit dem Fortgang der Arbeiten ist sie trotz einiger Verzögerungen zufrieden.
Rapport: Einmal in der Woche schaut Marina Paczynski (2. v. r.) auf der Baustelle in Lichtenow vorbei. Mit dem Fortgang der Arbeiten ist sie trotz einiger Verzögerungen zufrieden. © Foto: MOZ/Irina Voigt
Irina Voigt / 24.09.2017, 07:00 Uhr
Lichtenow (MOZ) Nach fast fünfjähriger Vorbereitung von der Planung bis zur Finanzierung über die Hürden der Gemeindevertreterbeschlüsse ist nun ein Ende absehbar. Der ehemalige Dorfkonsum erstrahlt von außen schon in frischem Glanz.

"Als ich eines Sonntags auf der Baustelle vorbeischaute, standen mir tatsächlich die Freudentränen in den Augen", gibt Marcel Assmann zu. Sehr lange haben die Sportler des Dokankampfkunstvereins Lichtenow auf die Verbesserung ihrer Trainingsbedingungen im einstigen Dorfkonsum gewartet. "Wenn wir mal den Ofen geheizt haben, dachten die Nachbarn gleich, es brennt", erinnert sich ganz ohne Bedauern Assmann an die langjährigen Schwierigkeiten.

Beim wöchentlichen Baurapport dauert es eine ganze Weile, bis Marina Paczynski vom Bauamt der Gemeinde und Bauüberwacher Gerd Oehler vom Neuenhagener Büro Seidel all die Arbeiten und Gewerke aufgezählt haben, die inzwischen abgehakt werden können. An der zu DDR-Zeiten gebauten kleinen Dorfkaufhalle waren nicht die besten Materialien verwendet worden, stellte man fest. Nun gibt es große, moderne Fenster - und mehr als zuvor -, eine Gasheizung wurde eingebaut, neue Elektroanlagen - alles auf Energiesparen ausgerichtet - und auch endlich vernünftige Sanitäreinrichtungen.

Lange war in der Gemeindevertretung über den Ausbau des Dorfkonsums diskutiert worden und immer wieder gab es Nachfragen und Einwände. "Wir hatten zuerst vorgeschlagen, nur das Nötigste und das Kostengünstigste zu erledigen", erinnert sich Ortsvorsteher Herbert Peschke an die langen Debatten ums Vorhaben. Und so kam eins zum anderen, und wennschon - dennschon, hieß es aus den Fraktionen immer wieder. Nun wurde es ein ganzes Projekt vom Fußboden bis zum neuen Dach. "Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 325 000 Euro", rechnet Marina Paczynski vor. Allerdings sind da 150 750 Euro aus Finanztöpfen der Leader-Förderung darunter. Und sie geht fest davon aus, dass die Summe bis zur Fertigstellung reichen wird. Zumal es sich herausstellte, dass doch nicht der ganze Dachstuhl ersetzt werden musste. "Dort kamen wir mit den vorhandenen Balken und Ausbesserungen ganz gut zurecht", sagt Marina Paczynski. Und das neue Dach hält nun wieder 50 Jahre, hofft man.

"Von der Sanierung hat der ganze Ort etwas", freuen sich der Ortsvorsteher und sein Stellvertreter Joachim Schulz. Sie hätten in ihren kühnsten Träumen nicht erwartet, dass "es so toll" wird. Nicht nur, dass das Ortsbild enorm aufgewertet würde, auch für Kita, Senioren, Tanzveranstaltungen und Familienfeste stünden die sanierten Räume nun zur Verfügung.

"Der Sportverein ist Träger des Gebäudes. Er nutzt es am meisten", erklärt Peschke. Und Marcel Assmann habe den Hut auf. Das sei zwar auch vorher schon so gewesen, aber das bislang schon gute Miteinander im Dorf würde nun vertraglich abgesichert, um auch rechtlich auf der sicheren Seite zu stehen.

Im Sportverein trainieren derzeit 70 Mitglieder. "Wir haben eine Warteliste, auf der 30 Leute stehen", sagt Assmann. "Mit der Wiedereröffnung, mit der man Ende Oktober rechnet, können die nun endlich auch in den Verein aufgenommen werden."

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG