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Von Töpfern bis Mehl mahlen

Thomas Baake / 24.09.2017, 09:48 Uhr
Päwesin (MZV) Einen weiten Blick zurück in Sachen Arbeitskunst konnten die Besucher des 4. Handwerkertages im Päwesiner Pfarrgarten erleben. Dort präsentierten sich verschiedenste Handwerke aus der biblischen Zeit. Das Angebot reichte vom Zimmermann über das Töpfern bis hin zum Mehl mahlen. An einer sogenannten Römer-Mühle stand Kerstin Spittka vom Bockwindmühlenverein aus Ketzür. Sie zeigte Interessierten, wie früher das Mehl gemahlen wurde. "Den Kindern macht es riesig Spaß", freut sich Spittka. Mit vollem Einsatz ist auch Klara dabei. Die Enkelin von Katrin Werlich dreht den Mühlstein und so rieselt das Mehl in die Tüte. "Ich habe das letztes Jahr schon mal gemacht und dieses Jahr gleich wieder. Es macht Spaß.", so Klara über die Aktivitäten im Pfarrgarten. Alles sei interessant. Das Mitmachen und ausprobieren und nicht nur zuschauen, steht beim Handwerkertag im Vordergrund. Die Idee zum Handwerkertag kam den Verantwortlichen um Anja Puppe beim Betrachten der Konzepte anderer Mittelaltermärkte. Sie regte sich über die Eintrittspreise, und dass nur zugeschaut werden kann, auf. Der Handwerkertag verfolgt ein anderes Konzept. So sollen sich jung und alt kostenlos treffen können. Wie im Fall Lennard und Jürgen Schulz. Das sind Enkel und Opa. Der Senior war früher Sattler und ist in Päwesin geboren. "Ich staune wer so teilnimmt und es ist sehr interessant", so seine Meinung über die Veranstaltung. Begegnung in einem gemütlichen und nicht überlaufenen Rahmen schaffen, ist gelungen. Spenden für die gezeigten handwerklichen Tätigkeiten und kulinarischen Angebote sind gern gesehen. Das Dorfleben attraktiver machen und Impulse setzen ist den Verantwortlichen wichtig. Im vorigen Jahr waren über den Tag verteilt an die 250 Besucher da. Über die Jahre ist das Angebot mehr und mehr gewachsen. So gab es diesmal neu: die Fußmassage. "Die Ideen variieren und es ist ein Selbstläufer geworden", sagt Anja Puppe. Der 5. Handwerkertag im kommenden Jahr ist fest eingeplant. Der Termin wird irgendwann zwischen den Sommer- und Herbstferien liegen. Dann soll wieder eine neue Handwerkskunst vorgestellt werden: Wie wird Seife produziert. Apropos neu: Päwesin bekommt einen Pizzaofen. Hierfür wurde beim Handwerkertag der Grundstein gelegt. Die Idee dazu kam Jette Ahrens und ihren Mitstreiterinnen vom Päwesiner Kulturverein. Die Bewilligung ging schnell und das Projekt wird vom Landkreis Potsdam-Mittelmark gefördert. Der Ofen an der Kulturscheune soll Treffpunkt für regelmäßige Veranstaltungen werden und somit Esskultur und Kultur verbinden. Das erste Mal angeheizt soll der Ofen am ersten Samstag im Monat Februar 2018 werden. Bis dahin können Interessierte Ideen kultureller und kulinarischer Art sammeln. Es wird noch das Rezept für die Päwesiner Pizza gesucht und der Gewinner prämiert. Vorschläge und Ideen mit Name und Kontaktdaten sind im Briefkasten an der Kulturscheune einzuwerfen.

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