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Festumzug zum Erntedank / Gemütliches Beisammensein auf dem Dorfplatz

Abschied vom Sommer

Um an den Ertrag in Landwirtschaft und in Gärten zu erinnern, ziehen die Lobetaler mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen feierlich durch ihr Dorf.
Um an den Ertrag in Landwirtschaft und in Gärten zu erinnern, ziehen die Lobetaler mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen feierlich durch ihr Dorf. © Foto: Renate Meliß
Renate Meliß / 26.09.2017, 07:55 Uhr
Lobetal (MOZ) Mit aufgehübschtem Pferdegespann, Traktoren und Kleinwagen verabschieden sich die Lobetaler vom Sommer. Für den schönsten Schmuck gab es in diesem Jahr sogar einen Preis.

Schon bald nach dem Start fuhren die ersten Teilnehmer des Umzugs unter viel Applaus auf dem Festplatz ein. Mit diesem Ziel war der Festumzug am Sonntagmittag vom Seniorenpark am Kirschberg aufgebrochen. Allen voran ein festlich geschmückter moderner Claas-Traktor sowie weitere landwirtschaftliche Fahrzeuge, deren Fahrer mit dem Lied "Muss i denn zum Städtele hinaus" wohlgelaunt das Erntedankfest begingen. Eingeläutet worden war das Fest schon am Samstagabend mit einem Laternenumzug. Am Sonntag wurden die Feierlichkeiten mit Gottesdienst und Umzug fortgeführt.

Willkommen hieß Ortsvorsteher Hans-Günter Hartmann die Besucher, die den Festumzug begleiteten. Die Besonderheit dieses Jahres war, dass eine Jury die drei Teilnehmer prämierte, die sich zum Abschied vom Sommer - der in diesem Jahr nicht sonderlich sonnenreich war - ganz besonders schön gemacht hatten.

Hergerichtet hatten die Teilnehmer vor allem ihre Fortbewegungsmittel. Hinter einer Bläsergruppe marschierten ein Jungrind und ein geschmücktes Pferdegespann aus Ladeburg, außerdem ein Kartoffelroder aus Rüdnitz, ein schwerbeladener Fendt-Traktor und ein Land-Alldog der 50er-Jahre aus Lanke. Dahinter fuhren Kleinwagen mit liebevoll hergerichteten Erntegaben, Teilnehmer in geschmückten Rollstühlen sowie Erntewagen voller Säcke mit Lupinen, Winterroggen und Hafer.

Ein Löschzug der Kameraden der FFW Bernau machte schließlich das Finale des Umzugs. "Und nun machen Sie es sich gemütlich", empfing der Ortsvorsteher die Gäste und dankte vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern bei der Ausrichtung des Festes. Es gab Musik, Kaffee, Kuchen und Bratwurst - überall bildeten sich rasch Schlangen an den Ständen.

Gedränge auch beim Trödelbasar mit Büchern, Schmuck, hübschen selbstgefertigten Filz- und Keramikarbeiten aus dem Tagesförderbereich "Am Glockenberg". "Der Apfel-Walnuss-Kuchen schmeckt besonders lecker", riet eine Besucherin am Kaffee-Ausschank in der Alten Schmiede. Gerade machte eine Gruppe geselliger Rollstuhlfahrerinnen dort Halt für Kaffee und Kuchen. Der Verkaufserlös geht an die Ukraine-Hilfe-Lobetal.

Auch auf dem Festplatz herrschten inzwischen nahezu volksfestartige Zustände. Soeben zeigte Anna-Lätizia Dehn aus Lobetal eine sportliche Klettereinlage bis ganz hinauf zur aufgestellten Erntekrone - eine Bratwurst vom Grill gab es dafür gratis. Und während sich die Besucher am Frozen-Joghurt-Stand die sahnige Köstlichkeit mit Mango-Sauce schmecken ließen, verkündete Hans-Günter Hartmann die Preise für die schönsten Umzugswagen. Der erste Platz ging an Hartmut Zenker mit seinem Fendt-Traktor. Über Platz zwei freute sich die "Handwerker-Gruppe", dargestellt von Familie Bunk, mit Sense, Heu und Rechen. Auch "Kuhmutti" Josi Simonski bekam für ihr Umzugsbild mit der Färse den zweiten Platz, wie auch die Jäger- und Bläsergruppe um Joachim Stolz. Für ihren festlich geschmückten Kürbiswagen bekamen Mitarbeiter und Beschäftigte der Gärtnerei den dritten Platz.

Für einige Besucher ist das Fest einfach auch eine Gelegenheit, wieder in Lobetal vorbeizuschauen. "Hier wird man immer freundlich empfangen", sagte eine Besucherin.

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