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Wohnung und Auto der Ex-Freundin angezündet

Der Angeklagte setzte den Wagen seiner Ex-Freundin in Brand.
Der Angeklagte setzte den Wagen seiner Ex-Freundin in Brand. © Foto: MZV
Jürgen Liebezeit / 26.09.2017, 15:47 Uhr - Aktualisiert 26.09.2017, 15:52
Mühlenbeck (OGA) Wegen Mordversuchs, Brandstiftung, Sachbeschädigung und Trunkenheit im Verkehr muss sich seit Dienstag ein 27-jähriger Mühlenbecker vor dem Neuruppiner Landgericht verantworten.

Danny K. soll laut Staatsanwaltschaft am 5. März morgens in Mühlenbeck-Feldheim die Wohnung, das Auto, einen Bauwagen sowie eine Pferdekutsche seiner früheren Lebensgefährtin in Brand gesetzt haben. Der Angeklagte habe "in einer Mischung aus Wut, Verzweiflung und Eifersucht" in Kauf genommen, dass nicht nur seine Ex-Freundin, sondern auch deren neuer Partner sowie zwei weitere Menschen in einer Nachbarwohnung sterben würden, sagte Oberstaatsanwalt Frank Winter.

Danny K., der von zwei Anwälten vertreten wird, wollte sich zum Prozessauftakt nicht zu den Vorwürfen äußern. Er ließ sich lediglich zu seiner Person ein. Dabei beschrieb er sich als einen Menschen, der eine schwierige Jugend und beruflich immer wieder Misserfolge hatte. Seine erste Lehrstelle verlor er nach einer Prügelei mit anderen Auszubildenden, beim zweiten Versuch als Gärtner scheiterte er an der theoretischen Prüfung. Während seines neunmonatigen Wehrdienstes bei der Bundeswehr sei er gepeinigt worden. Details dazu nannte er nicht. Damals habe er sogar versucht, sich umzubringen, im letzten Moment sich aber an seinen Vater gewandt, der ihn gerettet habe. Zuletzt arbeitete er als Zimmermannshelfer.

Die Vorwürfe gegen den 27-Jährigen wiegen schwer. So soll er nach Einschätzung des Oberstaatsanwaltes die Holztreppe im Flur des Feldheimer Gutshauses, in dem seine Ex-Freundin im ersten Stock wohnt, bewusst angesteckt haben, um den Fluchtweg der Bewohner abzuschneiden.

Gut zwei Stunden nach der Tat konnte die Polizei Danny K. zwischen Summt und Lehnitz in seinem Auto stellen. Er war erheblich alkoholisiert. Die Blutprobe ergab 1,69 Promille.

Der Prozess ist auf vier Tage angesetzt. Ein Urteil wird Mitte Oktober erwartet.

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