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Hilfe für die Lebenshilfe

Markus Janitzky, Geschäftsführender Vorstand des Lebenshilfe Havelland e.V., nahm am Dienstag den Zuwendungsbescheid von Landrat Roger Lewandowski (re.) in Empfang.
Markus Janitzky, Geschäftsführender Vorstand des Lebenshilfe Havelland e.V., nahm am Dienstag den Zuwendungsbescheid von Landrat Roger Lewandowski (re.) in Empfang. © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 26.09.2017, 16:45 Uhr
Falkensee (MOZ) Etwas aufgeregt waren sie schon, die Mitarbeiter der Lebenshilfe Havelland e.V. am heutigen Dienstag. Landrat Roger Lewandowski (CDU) hatte sich angekündigt. Im Gepäck einen Zuwendungsbescheid über 32.000 Euro für den Familienunterstützenden Dienst des Vereins. Und Zeit, für ein Gespräch, ein offenes Ohr für die Sorgen der Mitarbeiter vor Ort und den Herausforderungen, die vor ihnen liegen.

Markus Janitzky, Geschäftsführender Vorstand der Lebenshilfe, nahm die Zuwendung entgegen und betonte, er sehe in der Förderung eine wertvolle Unterstützung. Das Angebot des Familienunterstützenden Dienstes ist breit aufgestellt. Unterstützt werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung und deren Familien. Neben den festen Veranstaltungen, wie der Fußballgruppe, den Ausflügen und Reisen, wird auch ganz individuell auf die Bedürfnisse der Betroffenen reagiert. Die Betreuung ist dabei nicht an den Standort Bahnhofstraße in Falkensee gebunden. Die Unterstützung kann auch zu Hause erfolgen, bei der Freizeitgestaltung oder der Alltagsbewältigung. Der Verein übernimmt auch Verhinderungspflegen. "Ein Angebot, in das der Verein viel investiert", fasst Markus Janitzky zusammen.

Neben den finanziellen Mitteln fehlt es dem Verein auch immer wieder an Mitarbeitern. Der Mangel an Personal für pflegende, betreuende und therapeutische Aufgaben geht auch an der Lebenshilfe nicht vorbei. Aber auch für mehr ehrenamtliche Unterstützer wäre Janitzky dankbar. Für deren Organisation und Ausbildung ist die durch Lewandowski überreichte Zuwendung gedacht.

Ein Teil der Angebote wird durch ehrenamtliche Mitarbeiter abgedeckt. "In der Praxis ist es so, dass einige der Ehrenamtlichen sich bis zum Letzten verausgaben", erklärt Janitzky. Und er verweist auch auf den Umstand, dass bei Weitem nicht alle anfallenden Aufgaben durch Ehrenamtliche übernommen werden können. Spezielle Bedürfnisse erfordern Fachpersonal. "Der Betreuungsbedarf ist da. Fachlich kompetente Betreuung lässt sich nicht allein durch Ehrenamtliche abdecken", führt Janitzky fort. Die Angebote, betont er weiter seien da und sie werden auch angenommen.

Neben dem Familienunterstützenden Dienst hält die Lebenshilfe auch weitere Betreuungsangebote vor. Für das Gebäude in der Bahnhofstraße sieht Janitzky noch Kapazitäten, vielleicht ein Hort oder eine Kita? Auch eine nach inklusiven Muster orientierte Kita in Nauen könnte er sich vorstellen. Und er denkt über neue Wohnmodelle nach. "Auch die Eltern der zu Betreuenden werden älter." Viele dieser Eltern trugen wesentlich dazu bei, dass die Einrichtung der Lebenshilfe Havelland ins Leben gerufen wurde, erinnert sich auch Lewandowski. "Wenn man sieht, was in 26 Jahren daraus geworden ist." Er nickt anerkennend, lässt sich noch durch das Gebäude führen und versichert: "Ich hoffe die Belastung ist durch die Zuwendung abgemildert."

Weitere Informationen gibt es auf www.lebenshilfe-havelland.de.

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