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Brunower Pferdehof richtet "Reiterstübchen" her / Geld aus Wettbewerbsgewinn

Verein baut sich ein Heim

Selbst sind die Frauen: Tanja (l.) und Monika Przybylski beginnen mit dem Innenausbau des Reiterstübchens.
Selbst sind die Frauen: Tanja (l.) und Monika Przybylski beginnen mit dem Innenausbau des Reiterstübchens. © Foto: MOZ/Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 27.09.2017, 06:40 Uhr
Heckelberg-Brunow (MOZ) Der Verein Reiterhof Brunow, der 20 Mitglieder zählt, baut sich gerade ein "Reiterstübchen" als Vereinsheim aus. Unterstützt wird er dabei von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (DRV), die dem Verein 500 Euro überwiesen hat.

"Wir haben bei einem Wettbewerb gewonnen", erläutert Vereinsvorsitzende Tanja Przybylski den Geldsegen. Die Brunower bewarben sich an der Ausschreibung "Pack an! Mach mit! - Deutschlands Reitvereine verschönern sich". Von 300 Reitvereinen, die sich auf die Ausschreibung hin bewarben, seien 100 für eine Förderung ausgewählt worden, darunter der Reiterhof Brunow. Nachdem am 8. September die positive Nachricht eingetroffen sei, haben die Vereinsmitglieder mit dem Bau des "Reiterstübchens" begonnen

Unter ein schon vorhandenes Dach richteten Tanja Przybylski und ihre Helfer einen Raum her, den sie mit Pressspanplatten abtrennten. "Wir bauen eine kleine Teeküche ein, stellen einen Ofen und Sitzbänke auf", sagt Monika Przybylski, Mutter der Vorsitzenden, die durch ihre Tochter selbst reiten gelernt hat und sie tatkräftig unterstützt. Ein großes Fenster spendet Licht und gibt die Sicht auf einen der Reitplätze frei.

"Wir wollen das Vereinsleben aktivieren", begründet Tanja Przybylski den Bau des "Reiterstübchens", das als bescheidenes Vereinsheim dienen soll. Bisher stehen nur die Wände, die von innen mit Holzpaneelen verkleidet werden.

Bei Veranstaltungen sollen sich dort Kinder und Jugendliche treffen können. Ferner dürfen sich dort auch künftig die Mütter aufhalten, die ihre Kinder zum Reitunterricht bringen. Denn dieser nimmt keine Rücksicht auf Witterungsunbilden. Reitsport findet nicht nur bei sonnigem Wetter statt. Zudem hat Tanja Przybylski einen neuen Reitplatz angelegt, der einen speziellen Boden aus Quarzsand aufweist, auf dem auch bei Frost, Schnee und Eis geritten werden kann und der zudem mit einer Flutlichtanlage ausgestattet ist. So muss der Reitunterricht während der dunklen Jahreszeit nicht unterbrochen werden. Eine Reithalle wäre für den kleinen Verein viel zu teuer. "Wir planen aber, den Reitzirkel zu überdachen. Das ist das Maximum, was wir leisten können", sagt die Brunowerin.

Bis 15. Oktober müsse das Brunower "Reiterstübchen" fertig sein. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung verlange bis dahin eine ausführliche Dokumentation in Wort und Bild als Nachweis, dass das Geld für den angegebenen Zweck ausgegeben wurde, berichtet die Reitlehrerin und Vereinsvorsitzende.

Nächstes Jahr plant sie einen Reitertag in Brunow, einen vereinsinternen Wettbewerb. Als "Turnier" will sie die Veranstaltung gar nicht erst titulieren. "Das wäre zu hoch gegriffen und würde uns überfordern", betont Tanja Przybylski. Darüber hinaus wolle sie Reitabzeichen-Prüfungen ermöglichen und beginne mit dem Basis-Pass. Tanja Przybylski bietet Lehrgänge in Dressur und Springen an.

Zu den Trainingseinheiten, die die Vereinsvorsitzende auf dem Reiterhof Brunow anbietet, gehört unter anderem das Abteilungsreiten, das heißt, dass zwei bis vier Kinder gleichzeitig hintereinander reiten. Mittwochs kommen die ganz Kleinen zum Voltigieren. Sie vollführen Turn- und akrobatische Übungen auf einem Pferd, das an einer Longe geführt wird. Zudem gibt es das Mutter-und-Kind-Reiten.

Tanja Przybylski verfügt über acht Pferde auf dem Reiterhof, fünf davon seien Schulpferde, die sich die Kinder ausleihen können. Allerdings gehört zum Unterricht, dass die Pferde nicht fix und fertig bereit gestellt werden. Die Kinder müssen sie selber putzen, bevor sie gesattelt werden.

Nähere Informationen: www.reiterhofbrunow.de

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