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Rosenthal-Oberschüler im Gespräch mit Studenten aus Tansania

Besuch von Hochschulabsolventen: Die Jugendlichen der Hohen Neuendorfer Hugo-Rosenthal-Oberschule kamen mit den Studenten schnell ins Gespräch.
Besuch von Hochschulabsolventen: Die Jugendlichen der Hohen Neuendorfer Hugo-Rosenthal-Oberschule kamen mit den Studenten schnell ins Gespräch. © Foto: MZV
Heike Weißapfel / 27.09.2017, 07:33 Uhr
Hohen Neuendorf (OGA) Einen internationalen Workshop hat es in der vergangenen Woche in der Dr.-Hugo-Rosenthal-Oberschule in Hohen Neuendorf gegeben. Die Jugendlichen der Jahrgänge neun und zehn kamen mit Studenten und Lehrern aus Tansania ins Gespräch, um mit ihnen gemeinsam die Spuren des Kolonialismus zu verfolgen, die bis heute ihre Wirksamkeit entfalten. Das berichtete Schulleiterin Katharina Schlumm. So wurden Kinderbücher wie Pippi Langstrumpf oder Jim Knopf unter die Lupe genommen, über den Namen von Schaumküssen und den U-Bahnhof "Mohrenstraße" diskutiert und das Vermächtnis von Christopher Kolumbus kritisch betrachtet, ebenso wie koloniale Straßennamen im afrikanischen Viertel Berlins, die brutaler Kolonialherren gedenken.

Die Jugendlichen seien überrascht gewesen über die Vielzahl an Worten und Dingen, "die das Unrecht und die Unterdrückung der Kolonialzeit nach wie vor re-inszenieren", ohne dabei jemandem bewusst zu sein, so Katharina Schlumm.

Gegenseitige Achtung, vorurteilsfreie Kommunikation und eine offene Atmosphäre gehören zu den Leitsätzen der Dr. Hugo Rosenthal-Oberschule. Auch die Wahrnehmung und der Abbau von Diskriminierung stehen dabei im Fokus. Seit mehreren Jahren befassen sich die Schülerinnen und Schüler regelmäßig mit dem Thema Diskriminierung, sei es im Rahmen der Projektwoche "Liebe, Freundschaft und Sexualität" oder im Projekt "Flucht und Asyl", am "Tag der Vielfalt" oder auch ganz praktisch am "Tagwerk für Afrika".

Die Begegnung mit den Gästen aus Tansania habe einen starken Eindruck hinterlassen, erklärt die Schulleiterin zufrieden.

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