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Mastanlagen-Investor stellt sich Fragen der Gölsdorfer / Baubeginn offen

Ein Wohnhaus und 900 Rinder

Annemarie Diehr / 28.09.2017, 06:30 Uhr
Gölsdorf (MOZ) Kurzfristig warf Ortsvorsteherin Jeannette Mietzefeld die Tagesordnung um: Christian-Ulrich Beckmann musste schnell weg, deshalb bekam der Investor, der in Gölsdorf eine Mastanlage für etwa 900 Bullen und 700 Schweine errichten will, gleich zu Beginn der Ortsbeiratsitzung am Dienstagabend das Wort. Mit ihm am Tisch saßen im Kulturhaus fünf Einwohner, darunter Mitglieder der Bürgerinitiative gegen dieses Unterfangen.

"Wann geht es los?", nahm der Jungunternehmer die Frage vorweg, die die Gölsdorfer umtreibt, seit vor wenigen Wochen bekannt wurde, dass die Mastanlage genehmigt ist. Wahrscheinlich, sagte Beckmann, werde mit dem Abbruch der alten Anlage erst im nächsten Jahr begonnen. Die Genehmigung sieht für den Abriss nur bestimmte Monate vor; würde damit noch in diesem Winter begonnen werden, müssten die Ställe der ehemaligen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft bis Januar abgetragen sein. "Dann", sagte der Investor, "würde zum Herbst hin etwas stehen und mit der Tierproduktion begonnen werden."

Zurzeit holt die Norddeutsche Bauernsiedlung für die Investoren Christian-Ulrich Beckmann und Martin Schott Angebote von Bauunternehmen ein; auch Fördermittel, so Beckmann, hätten sie beim Land beantragt. "Der Plan sieht vor, dass wir ein Fertigstall-Unternehmen beauftragen, das uns die Ställe schlüsselfertig übergibt." Auch ein Wohnhaus für zwei Parteien soll auf dem Gelände an der Straße Alter Postweg entstehen - Beckmann wolle dort selbst einziehen.

"Werden die Gülle-Behälter abgedeckt", wollte ein Gölsdorfer wissen. Ja, es komme ein Zeltdach auf die zwei vorgesehenen Güllebehälter. Außerdem, erklärte Beckmann, gewährleiste eine Art Drainage um die Behälter herum deren Dichtheit.

Dietrich Ewald thematisierte die Wasserversorgung und rechnete vor: "Sie wollen Ihren Bedarf aus der öffentlichen Leitung decken, bei 45 Kubikmetern pro Tag wäre die Leitung 45 Minuten lang für den Ort gekappt". Vorratsbehälter, so Beckmanns Vorstellung, könnte die Wasserversorgung Gölsdorfs sichern. Und nachts sei ja der Bedarf überschaubar. Im Detail habe er sich damit noch nicht beschäftigt.

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