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Germendorf: Polizei jagt Serienbrandstifter

Die Feuerwehr löschte den Brand in Germendorf.
Die Feuerwehr löschte den Brand in Germendorf. © Foto: Feuerwehr Lehnitz
Odin Tietsche / 28.09.2017, 18:22 Uhr - Aktualisiert 28.09.2017, 18:36
Germendorf (OGA) In Germendorf geht die Angst vor einem Serienbrandstifter um. Seit September 2016 gab es im Ort mehr als ein Dutzend Brände, bei fast allen geht die Polizei von Brandstiftung aus. Zuletzt ging Donnerstagmorgen eine Lagerhalle in Flammen auf.

Um 6.42 Uhr wurden die Feuerwehren aus Germendorf, Oranienburg und Sachsenhausen sowie die Polizei zu einem Firmengelände im Birkenwäldchen gerufen. Mehrere Holzpaletten, die neben einer Lagerhalle gestapelt waren, standen in Flammen. Von dort griff das Feuer schnell auf einen Gabelstapler und die Lagerhalle über. Die Feuerwehr war zeitweilig mit 37 Kameraden vor Ort. Der Brand selbst war gegen 8.30 Uhr gelöscht, einzelne Glutnester wurden noch bis weit in den Vormittag hinein abgesichert, erst dann beendete die Feuerwehr offiziell den Einsatz.

Die Kriminaltechniker der Polizei hingegen nahmen ihre Ermittlungen direkt im Anschluss auf. "Wir gehen derzeit von einer Brandstiftung aus", bestätigte Polizeisprecher Tino Schröter am Donnerstagvormittag. "Es spricht jedenfalls vieles dafür."

Damit würde sich der Vorfall in die Serie der Brände in den zurückliegenden Monaten einreihen. Zuletzt waren immer wieder Carports und Papierkörbe in dem Oranienburger Ortsteil angezündet worden. Einen Täter konnte man bislang in keinem der Fälle ermitteln.

Wie Tino Schröter bestätigt, gleicht die Kriminalpolizei im aktuellen Fall mögliche Parallelen zu den vergangenen Bränden ab. "Wenn es in so kurzer Zeit so häufig in einem Ort brennt und sich die Abläufe so ähneln, dann ist klar, dass die Brände quasi wie Schablonen übereinander gelegt werden und die Polizei prüft, inwiefern es Übereinstimmungen gibt." Im schlimmsten Fall, so Schröter weiter, müsse die Ermittler davon ausgehen, dass "alle Fälle von einem einzigen Täter" begangen worden sein könnten.

Der Schaden des letzten Brandes beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf knapp 20 000 Euro. In der Halle befand sich unter anderem ein Ersatzteillager für Autoteile.

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