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Ein Einkaufszentrum wird grün

Patrizia Czajor / 28.09.2017, 20:15 Uhr - Aktualisiert 16.10.2017, 13:35
Ahrensfelde (MOZ) Nach anderthalb Jahren der umfangreichen Sanierung wird eines der größten Einkaufszentren im Barnimer Landkreis mit Platz für 130 Geschäfte neu eröffnet. 50 Millionen Euro haben die Eigentümer für die neue Gestaltung des Kaufparks in die Hand genommen.

Es steht alles im Zeichen der Vorbereitung. An der Glasfront des Kaufparks Eiche in Ahrensfelde, der an diesem Abend neu eröffnet wird, hüpfen zwei Akrobaten hoch oben an der Fassade herum. "Sie üben noch", sagt eine Mitarbeiterin des Kaufpark-Managements und schaut selbst durch die Glasumhüllung des Einkaufszentrums hindurch zu ihnen nach oben. Dort, wo sie sich befinden, ist das Gebäude am mittleren Eingang mit einer überdimensionalen Schleife versehen. "Die werden sie später durchschneiden", fügt sie noch hinzu.

Die Mühe, ihren Stolz über das Ergebnis der anderthalb Jahre andauernden Modernisierung des Shopping-Centers zu verbergen, macht sich Ines Ritter erst gar nicht. Die Centermanagerin spricht von einem "kleinen Juwel", während sie die Gäste gleich zu Beginn des Rundgangs mit einer zweistöckigen, 14 Meter langen Indoor-Rutsche aus Edelstahl bekannt macht. Es stehe den Gästen nun frei, sagt sie, sich für die Treppe oder die Rutsche zu entscheiden, um in die Markthalle des Centers zu gelangen, von der aus die Centermanagerin den Rundgang fortsetzt.

Als Ritter daraufhin in der Markthalle im Erdgeschoss näher auf das neue Design des Shopping-Centers eingeht, macht sie deutlich: "Das ist mehr als ein Farbanstrich." Obwohl sicherlich auch die Kombination aus sparsam eingesetzten limetten- sowie tannengrünen Farbakzenten dem Besucher sofort ins Auge springen dürfte. Diesen Bereich, an dem sich ursprünglich Rolltreppen befunden hätten, haben die Planer laut Architekt Michael Maas für die Präsentation von Ausstellungen sowie die Umsetzung von Events vorgesehen - ganz im Sinne des Erlebnischarakters, den die Ideengeber mit der Bezeichnung "neue Sehenswürdigkeit der Region" besonders hervorheben.

"Wir möchten eine sinnvolle Alternative zum Online-Kauf darstellen", erläutert Ines Ritter hinsichtlich des neuen Leitsatzes mit dem Blattmotiv, das hier und da an den Wänden des Kaufparks zu lesen ist. So sei auch die Investitionssumme von mehr als 50 Millionen Euro dafür eingesetzt worden, "grüner" zu werden. Abgesehen von dem neuen Flächenkonzept ist die Summe laut Maas deswegen ebenfalls für eine barrierefreie Ausstattung sowie eine nachhaltige Energietechnik aufgewendet worden. Mit einer effizienteren Aufteilung von Verkaufsflächen sei mit dem Umbau insgesamt Platz für 130 Geschäfte und gastronomische Angebote geschaffen worden.

Als Projektentwickler war Christian Diesen von der Gesellschaft zur Entwicklung von Handelscentren (HLG) aus Münster an der Umsetzung dieses Konzepts beteiligt. "Wir haben vielleicht nicht jede Schraube angefasst, uns aber über jede Gedanken gemacht", sagt Diesen. Man habe versucht, sich dem veränderten Kaufverhalten von Kunden anzupassen und gleichzeitig den Charakter des Gebäudes aufrechtzuerhalten.

Die Entwicklung ist laut Christine Hager von der redos Gruppe, einem der Hauptinvestoren, jedoch noch nicht abgeschlossen. Gerade online abrufbare Warenbestände und elektronische Bezahlsysteme würden zukünftig eine wichtige Rolle spielen.

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