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Anwohner sammelten Unterschriften

Oft ist es eng an den Glascontainern in der Neckarstraße, zudem beklagen Anwohner die vielen Scherben.
Oft ist es eng an den Glascontainern in der Neckarstraße, zudem beklagen Anwohner die vielen Scherben. © Foto: Silke Schulz
Silke Schulz / 30.09.2017, 08:51 Uhr
Falkensee (MOZ) Stellplätze für Glascontainer bieten in der Stadt Falkensee offenbar reichlich Anlass zu Ärger und Besorgnis. Dies wurde während der Einwohnerfragestunde der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch deutlich, bei der sich einige der Anwesenden kritisch zu Standorten und Zustand der Entsorgungsplätze äußerten.

Während eine Anwohnerin sich im Rahmen der Neugestaltung des Nahversorgungszentrums "Wachtelfeld" die Aufstellung eines Glascontainers direkt auf dem Gelände wünschte, haben Anwohner der Neckarstraße Unterschriften zusammengetragen, um eine Versetzung der dort befindliche Container zu erreichen.

Fehlende Stellplätze, dadurch verursachte erhebliche Behinderungen des Fließverkehrs, akustische Belastung, auch und vor allem außerhalb der vorgesehenen Einwurfzeiten, und nicht zuletzt die Verschmutzung haben 16 Anlieger dazu gebracht, gemeinsam aktiv zu werden.

"Ich kann es mir nicht leisten, ständig neue Reifen zu kaufen, und meine Kinder waten durch ein Meer aus Scherben", verdeutlichte einer von ihnen die Lage. "Den Leidensdruck zum Ausdruck bringen" mochte auch ein Mitstreiter, der nun schon zum wiederholten Male die Fahrradreifen der Nachbarin repariert hat. Die Fahrzeuge der Benutzer würden die Straße verstopfen, der Bus müsse warten, wenn die Container geleert würden. Unzumutbar sei die Situation, Abhilfe solle von der Stadt Falkensee geschaffen werden, so der Tenor.

Die Stadt sieht sich in der Klemme. Dass die Glascontainer für die unmittelbaren Nachbarn eine Belastung darstellen, ist unstrittig und nicht neu. Andererseits muss die Kommune diese Entsorgungsmöglichkeit wohnortnah und fußläufig erreichbar zur Verfügung stellen, wenngleich die Stadt Falkensee lediglich die Standorte für die HAW herrichtet. "Eine Belastung ist da, keine Frage. Ob diese als unzumutbar einzustufen ist, müsste geprüft werden", so Bürgermeister Heiko Müller (SPD). Die Anwohner indes haben ihre Aussagen ausführlich dokumentiert, etwa durch Fotos: "Die Container werden ausschließlich von Pkw angefahren, bestenfalls mal mit dem Fahrrad."

Eine Antwort zum vorgetragenen Anliegen soll laut Müller bis Anfang November vorliegen. Die Containeraufstellung im Wachtelfeld hingegen hängt allein von der Bereitschaft des privaten Grundstückeigentümers ab, die dieser jedoch bisher nicht signalisiert hat. Der nächstgelegene Standort befindet sich derzeit in der Bussardstraße.

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