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Tierisch schöner Krach im Gartencenter

Kümmerte sich: Lothar Wehrbein machte immer wieder seine Rundgänge.
Kümmerte sich: Lothar Wehrbein machte immer wieder seine Rundgänge. © Foto: MZV
Holger Rudolph / 01.10.2017, 18:34 Uhr
Rheinsberg (MZV) Wer am Sonnabend oder Sonntag den Ausstellungsraum der Kleintierzüchter am Rheinsberger Gartencenter betrat, wurde von lautem Krähen, leisem Gackern und intensivem Gurren empfangen. Nur die Kaninchen schwiegen.

Der Kleintierzuchtverein Rheinsberg hatte zu seiner jährlichen Ausstellung eingeladen. Sie ist der Höhepunkt im Vereinsjahr. Allerdings gibt es in der Prinzenstadt unterhalb der Altersgrenze von 50 Jahren kaum noch Interesse an der Kleintierzucht. Daher ist der Verein auf nur noch sechs Mitglieder geschrumpft.

Der Zweite Vorsitzende des Vereins, Lothar Wehrbein, zeigte sich dennoch mit der bei der Ausstellung gezeigten Vielfalt zufrieden: "Insgesamt kommen wir diesmal auf 179 Tiere. Das liegt auch daran, dass Gastaussteller aus Lindow, Klein-Mutz bei Zehdenick und Flecken Zechlin hier ihre Tiere zeigen."

Wehrbein weiter: "Wir gehen davon aus, dass auch diesmal wieder mehr als 100 Besucher sich unsere Zuchterfolge anschauen werden. Zu sehen sind 92 Tauben, 38 Kaninchen, 35 Zwerghühner, acht Hühner sowie sechs Enten."

Und tatsächlich, am Samstagnachmittag war die Ausstellung recht gut besucht. Vor allem die Kinder staunten nicht schlecht über die extragroßen Kaninchen der Rasse Deutsche Riesen oder die bunten Hähne, die sich ungefragt immer wieder mit lautem Kikeriki zu Wort meldeten. Auch die winzigen Zwerghühner zogen viele Blicke auf sich.

Einige Hühner hatten während der Ausstellung Eier gelegt. Jene der Zwerghühner brachten es in etwa auf die Größe eines üblichen Haustauben-Eis. Geschmacklich seien auch diese kleinen Eier hervorragend, versicherte Wehrbein. Man müsse eben nur ein paar mehr davon für das Frühstücks-Rührei in die Pfanne hauen. Vor allem aber könne jeder Züchter sicher sein, dass in den Eiern der eigenen Hühner keine Giftstoffe enthalten sind. Angesichts der derzeitigen Lebensmittelskandale sei so etwas nicht ganz unwichtig.

Wer wollte, konnte eines oder mehrere Tiere kaufen. Eine Taube, die bisher bei Ortwin Wehrbein in Flecken Zechlin zu Hause war, wechselte so den Besitzer. Bei ihr handelt es sich um ein Exemplar der Sorte Mährischer Strasser.

Freuen darf sich Züchter Uwe Wilde aus Klein-Mutz. Seine Show-Homer-Taube hat Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) besonders gut gefallen. Wilde kann nun den goldfarbenen Pokal des Bürgermeisters mit nach Hause nehmen, immer wieder mal polieren und stolz Besuchern zeigen.

Bis zum Herbst kommenden Jahres werden sich die Rheinsberger Kleintierzüchter wieder an einigen Ausstellungen als Gäste beteiligen, ehe sie sich erneut zu ihrer traditionellen großen Jahrespräsentation treffen. Vielleicht haben sie bis dahin ein paar Jugendliche von den Vorzügen ihres vielfältigen Hobbys überzeugen können.

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