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"Lyrik & Jazz im Rathaus" lockte rund 100 Kunstbegeisterte nach Erkner

Genuss für Auge und Ohr

Am Bechsteinflügel im Rathaussaal: Jazz-Pianist Sören Gundermann begleitete musikalisch durchs Programm.
Am Bechsteinflügel im Rathaussaal: Jazz-Pianist Sören Gundermann begleitete musikalisch durchs Programm. © Foto: Julia Reinhardt
Julia Reinhardt / 01.10.2017, 20:41 Uhr
Erkner (MOZ) "Wir brauchen noch mehr Stühle!", raunten sich die Organisatoren zu, als sie am Freitagabend den Bürgersaal im Rathaus Erkner öffneten. Der Verein 425 Kultur Erkner und das Gerhart-Hauptmann-Museum hatten zu der Veranstaltung "Lyrik & Jazz im Rathaus" eingeladen - und mehr Zuschauer als erwartet waren gekommen. Eilig wurden mehr Sitzgelegenheiten besorgt, bis sich jeder der rund 100 Gäste bequem niederlassen hatte.

Unter dem Titel "Lebensbogen" gab es Lyrik von sechs Autoren aus der Region zu hören: Rosel Ebert, Dagmar Neidigk und Jürgen Molzen (alle Berlin), Ingeburg Schirrmacher (Woltersdorf) sowie Tabea Vahlenkamp und Horst Miethe (beide Erkner). "Der Begriff Lebensbogen umfasst die Zeit zwischen Geburt und Abschied, die Vielfalt des Lebens mit Freude und Schmerz, aber auch das Farbenspiel der Natur", erklärte Horst Miethe, der charmant durch den Abend führte.

In Versen und Prosa ließen die Autoren an einschneidenden Erfahrungen und flüchtigen Momenten teilhaben. Sie berichteten von Kindheitserinnerungen, der ersten Liebe, von Glück und Enttäuschungen und blickten zurück auf Menschen, die ihnen in ihrem Leben begegnet sind. Der Rathaussaal war stimmungsvoll in buntes Licht getaucht. Reproduktionen von Farbholzschnitten der Künstlerinnen Armgang Röhl und Dagmar Neidigk sowie eine Ausstellung mit Fotoarbeiten von Tabea Vahlenkamp bildeten den optischen Rahmen des Abends.

Auf ihrer literarischen Reise durch die Zeit wurden die Autoren von dem Jazz-Pianisten Sören Gundermann am Bechsteinflügel begleitet. "Ich versuche, die Stimmung der vorgetragenen Texte einzufangen und in Töne umzusetzen", so der 33-jährige Musiker. Seine Melodien klangen mal sanft, mal melancholisch, dann wieder kraftvoll und beschwingt. Und so gelang es dem aus Beeskow stammenden Pianisten, auch musikalisch einen "Lebensbogen" zu spannen.

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