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Hohensaatener Feuerwehr feiert Jubiläum mit Festumzug / Holger Lehmann mit Ehrennadel in Gold geehrt

90 Jahre retten, löschen, bergen

Steffen Göttmann / 02.10.2017, 07:00 Uhr - Aktualisiert 11.10.2017, 13:20
Hohensaaten (MOZ) Die Freiwillige Feuerwehr Hohensaaten ist vor 90 Jahren, am 27. Februar 1927, gegründet worden. Aus diesem Anlass beging die Ortswehr am Sonnabend ein großes Jubiläumsfest. Los ging es mit einem großen Festumzug durchs Dorf.

Die Hohensaatener Feuerwehrleute kennen zwar das Gründungsdatum, aber Dokumente oder Fotos sind kaum mehr erhalten geblieben. "Von der Zehn-Jahresfeier am 31. Oktober 1937 wissen wir, dass es 20 Gründungsmitglieder gab", sagte Carsten Koch, Jugendwart der Hohensaatener Wehr. Einzige Ausstattung war eine Handdruckpumpe, die die Gemeinde schon vor der Gründung angeschafft hatte. Diese sei jetzt im Feuerwehrmuseum in Eisenhüttenstadt zu sehen.

Die Freiwillige Feuerwehr Hohensaaten ist am 27.Februar 1927 gegründet worden. Zum Jubiläum gab es unter anderem einen Festumzug und einen Ehrenappell.
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90 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hohensaaten

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Nach dem Krieg habe es auch nur eine Handdruckpumpe gegeben, die auf einem Anhänger von einem Privatauto gezogen wurde. 1962 bekam die Feuerwehr einen Mercedes aus Altranft, der ein Jahr später verschrottet werden musste. Dann gab es einen Framo und später einen Barkas B 1000. 1988 nahm die Feuerwehr einen LO entgegen, der den Festumzug jetzt anführte. 1995 kam ein W50-Löschfahrzeug auf hinzu. Weil es nicht in die Garage passte, wurde 1995 das kombinierte Gemeinde- und Feuerwehrhaus gebaut, am Sonnabend Mittelpunkt der Feier. Von dort aus startete der Festumzug der Feuerwehren. Der Spielmannszug des Neuenhagener Carnevalclubs (NCC) sorgte für den Marschrhythmus. Die Feuerwehren Bad Freienwalde, Bralitz, Altglietzen/Hohenwutzen, Neuenhagen, Oderberg und Lunow schickten Fahrzeuge für den Umzug. Die Bralitzer rückten sogar mit ihrem Traditionsfahrzeug, einer Kutsche, an. "Weil wir keine Pferde gefunden haben, müssen wir sie heute selber ziehen und schieben", kündigte Uwe Richter vor dem Umzug an. In den kaiserlichen Traditionsuniformen kamen die Männer bei gleißender Sonne ins Schwitzen.

Die Altglietzener-Hohenwutzener Feuerwehr brachte ihre Gulaschkanone vor dem Feuerdepot in Stellung. Torsten Malitz, Günter Sack und Renee Fistler hatten 200 Portionen Gulaschsuppe gekocht. Gäste und Feuierwehrleute stärkten sich vor und nach dem Umzug.

"90 Jahre lang opfern Feuerwehrleute in Hohensaaten ihre Freizeit und versuchen, Hab und Gut der Bürger zu schützen", sagte Ortswehrführer Björn Schirmer bei seiner Festansprache. Inzwischen habe die Wehr mehr mit Einsätzen nach Unwetter und bei Hochwasser zu tun. Neue Einsatzkräfte zu finden sei schwierig, erklärte er. Drei Stunden Feuerwehrdienst im Monat seien weder zeit- noch kräftezehrend. Nur noch wenige Menschen seien bereit, sich für die Gesellschaft zu engagieren. Deshalb sei er froh über die Jugendfeuerwehr, die unter der Regie von Carsten Koch bei den Kreismeisterschaften vor einer Woche in Seelow den dritten Platz in der Gruppenstafette erreicht habe

Der Bad Freienwalder Stadtbrandmeister René Erdmann dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz sowie Familien, Freunden und Arbeitgebern, die dies ermöglichten. Erdmann würdigte die Feuerwehrleute, die gar ihr Leben aufs Spiel setzen. Retten, Löschen, Bergen, Schützen und das alles freiwillig und ehrenamtlich. "Dies ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung in kameradschaftlicher Atmosphäre", so Erdmann. Erhoffe, dass die Hohensaatener Bürger dies zu würdigen wissen.

Bürgermeister Ralf Lehmann gratulierte mit einem Gutschein. Bei der nächsten Feier bekommt die Feuerwehr ein Wildschwein aus dem Stadtforst. Die SPD-Landtagsabgeordnete Jutta Lieske schenkte ein rotes Sparschwein mit 90 Euro, Ortsvorsteher Bernd Pliquett 300 Euro.

Der Stadtbrandmeister überreichte Holger Lehmann für den 40-jährigen Dienst bei der Feuerwehr eine Urkunde des Innenministers und die goldene Ehrennadel. Ferner nahm er Beförderungen vor: Anna Weiß zur Oberfeuerwehrfrau, Carsten Koch zum 1. Hauptlöschmeister udn Torsten Leidecker zum Oberlöschmeister: In Abwesenheit wurden zudem Christian Stephen, Toni Schwenn und Thomas Armes befördert.

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