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Mehr als hundert Lieberoser älteren Jahrgangs kamen zum Kartoffelfest

Plinsen-Duft liegt in der Luft

Ist Mitglied der FIZ-Werkel-Eck: Dieter Krause verkaufte an Johanna Kossatz gleich zwei "gewerkelte" Willkommensgrüße für die Hauseingangstür.
Ist Mitglied der FIZ-Werkel-Eck: Dieter Krause verkaufte an Johanna Kossatz gleich zwei "gewerkelte" Willkommensgrüße für die Hauseingangstür. © Foto: Jörg Kotterba
Jörg Kotterba / 02.10.2017, 09:18 Uhr - Aktualisiert 04.10.2017, 12:14
Lieberose (Fest) Der Duft von goldgelb gebratenen Plinsen lag Sonnabend in der Luft. Im Lieberoser Kirchgarten wurde erstmals ein Kartoffelfest gefeiert. Kein Wunder, dass die Leckerei aus geriebenen Kartoffeln gebacken wurde - als Brei gemixt mit Eiern, Mehl, Milch, etwas Öl, Salz und Zucker.

Lieberoses ehrenamtliche Bürgermeisterin Kerstin Michelchen, die als Super-Köchin auf Festen schon oft den Hunger der Gäste stillte, hing an diesem Sonnentag zwei Stunden über der Pfanne. Für die Premierenfeier dieses Festes, das es in Lieberose aber schon zwölf Jahre gibt, hatte sich unter anderem die 32-jährige Pfarrerin Susanne Brusch stark gemacht, seit Januar 2015 in Amt und Würden. Sie wisse schon, dass die DRK-Begegnungsstätte "Familie im Zentrum" (FiZ) um Chefin Christina Dahlitz dieses Kartoffelfest seit zwölf Jahren durchführe. "Aber warum sollen wir nicht unsere Kräfte bündeln?

So wurde die Idee geboren, zusammen zum 13. Fest einzuladen. Und es erstmals hier, im wunderschönen Kirchgarten, auszutragen", so die Theologin.

"Mit Pfarrerin Brusch haben wir Lieberoser wirklich großes Glück", schwärmte Fred Hohmann. Der 82-Jährige singt im Kirchenchor und ist Orts-Vorsitzender des Seniorenvereins, das allmonatlich "etwas für die Alten" organisiert. Aus Wuppertal war er vor zehn Jahren nach Lieberose gezogen - "der Liebe wegen." So ein Fest würde "vor allem die Bürger Ü 60 zusammenbringen."

Gemeint war damit zum Beispiel Dieter Krause. Der 70-Jährige ist Mitglied der sogenannten Werkel-Ecke im FiZ, ein neues Angebot, das zum Jahresanfang geschaffen wurde. DRK-Mitarbeiterin Constanze Noack und sechs Männer hatten sich dort auf das Kartoffelfest vorbereitet und boten für wenig Geld "gewerkelte" Willkommensgrüße für die Hauseingangstür an.

Gemeint war auch Günter Bramburger, mit 88 Jahren Nestor der mehr als hundertköpfigen Kirchgarten-Runde. Bramburger war über Jahrzehnte Sattlermeister im Ort. Jeder kennt ihn, zumal er heute noch ab und an - vor allem den Reitsportlern - aushilft. Und das FIZ-Boot mit acht Sitzplätzen durch das Mühlenfließ bewegt. "Wie im Spreewald. Aber das Fließ ist vermoddert. Schade, dass der Wasserverband nicht hilft."

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