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Deutsch-polnisches Erntefest in Altranft sehr gut besucht / Markttreiben auf Dorfanger kommt gut an

Hunderte jubeln Festumzug zu

Steffen Göttmann / 02.10.2017, 09:30 Uhr - Aktualisiert 12.10.2017, 13:10
Altranft (MOZ) Hunderte Besucher haben am Sonntagnachmittag den Festumzug beim deutsch-polnischen Erntefest in Altranft verfolgt.Sie jubelten den 33 prächtig geschmückten Erntewagen und historische Traktoren zu.

"Wir haben am Sonnabend mit dem Schmücken begonnen", sagte Kathrin Matthes aus Altreetz, Tochter von Karl-Heinz Matthes.Das Familienoberhaupt steuerte den Traktor mit dem Erntewagen, für den die Familie den Garten geplündert hatte. Pralle orangefarbene Kürbisse, Kartoffeln, Futterrüben, Mais und Rote Beete ließen den Wagen zu einer Augenweide werden. In der Mitte stand eine Windfege. "Mit ihr kann man Getreide, Raps und Erbsen reinigen", erläuterte Karl-Heinz Matthes, dessen ganze Familie auf dem Wagen mitfuhr.

Der Bad Freienwalder Ortsteil Altranft und das Oderbruch Museum Altranft  Werkstatt für ländliche Kultur  haben zu einem deutsch-polnischen Erntefest mit Regionalmarkt und Festumzug eingeladen.
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Deutsch-polnisches Erntefest Altranft

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Enrico Brocke führte zu Fuß den Umzug an und gab das Marschtempo vor. Ihm folgte der Traktor von Rudi Hoffmann, auf dessen Hänger die Erntekrone geladen war. Frauen aus dem Dorf und Joachim "Cäsar" Schmidt hatten sie gebunden

Die 1,8 Kilometer lange Strecke sei so gewählt worden, dass auch jene gut mitkommen,die Fuß im Umzug unterwegs seien, erklärte Bruno Bürger vom Altranfter Traditionsverein, der von einem Hochstand aus zusammen mit RBB-Reporterin Joanna Jambor den Umzug moderierte. "Wir sind stolz darauf, dass sich Bürger aus umliegenden Dörfern an dem Umzug beteiligen", sagte Bruno Bürger.

Mirko Zimmermann, der das Kaffee im Schloss betreibt, nahm mit einem Ochsengespann teil und hatte noch am Sonntag ein Französisches Kaltblut, das er selbst führte, in den Umzug integriert. Eine Gruppe von Lanz-Bulldogs ließ die Erde beben.

Die Jäger beteiligten sich mit drei Wagen. Schmidt hatte einen ausgestopften Biber organisiert. Unter dem Präparat befand sich ein Foto, das einen von einem Biber angenagten Baum zeigt.

Wilfried Keil, Vorsitzende des Bad Freienwalder Kleintierzüchtervereins, fuhr ebenso mit. In einer Voliere auf seinem Anhänger fuhr eine Afrikanische Höckergans mit, die genauso neugierig auf die Menschen schaute, wie diese auf sie.

"Ich finde es schön hier", sagte Astrid Grap. Die Hobby.-Fotografin betrieb zusammen mit Sohn Hannes, seines Zeichens Tischler in Altranft, einen Stand, auf dem sie Holzprodukte und Fotos feilboten. Sie begrüße die Entscheidung den Markt vom Fischerhaus auf den Dorfanger zu verlegen. Hier sei vielmehr Platz. Viele kleine Händler aus Deutschland und Polen boten unter anderem Kunsthandwerk, Honig, Marmelade, Schaf-, Ziegen- und Rinderprodukte an.

An den Essensständen gab es vielfältige Leckerbissen von regionalen Fleischereien und Imbissbetreibern, Straußenprodukte , Fisch sowie Kuchen. Dort bildete sich am Nachmittag die längste Schlange. "Wir haben auf die Kritik reagiert, dass es im vergangenen Jahr zu wenig zu Essen gab", sagte Kenneth Anders, Programmdirektor des Museums. Ortsvorsteher Bernd Hoffmann freute sich über die vielen Gäste: "Ich bin sehr zufrieden, das dürften diesmal mehr sein als beim letzten Mal."

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