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Nächste Spende mit Hilfe von 12 000 Mühlenbroten

Günter Seidemann, Bäcker Olaf Thonke (mi.) und Vereinsvorsitzende Cornelia Großmann mit dem Spendenscheck.
Günter Seidemann, Bäcker Olaf Thonke (mi.) und Vereinsvorsitzende Cornelia Großmann mit dem Spendenscheck. © Foto: Simone Weber
Simone Weber / 02.10.2017, 18:24 Uhr - Aktualisiert 04.10.2017, 14:04
Bamme (MOZ) Seit Anfang Juni dieses Jahres steht die 1334 erstmals urkundlich erwähnte Bockwindmühle in Bamme eingehüllt. Bis Ende 2018 wird sie restauriert. Ziel ist es, sie für Schauszwecke wieder nutzen zu können - mit Flügeln und Mahlwerk. Das kostet viel Geld. Hilfe kommt auch durch all jene Leute, die gern Mühlenbrote essen.

Vor vier Jahren trat der Förderverein Bockwindmühle Bamme an den Rathenower Bäckermeister Olaf Thonke heran. Mit ihm entstand die Idee des Mühlenbrotes, das Thonke in seinen Filialen verkauft. Von jedem der 750-Gramm-Dinkel-Roggenbrote gehen 50 Cent an den Mühlenverein. "Mit Vereinsgründung 2010 hätten wir nicht gedacht, dass wir schon nach sieben Jahren an der Baustelle zur Sanierung unserer Mühle stehen", so Vereinsvorsitzende Cornelia Großmann. "Die jährliche Spendenaktion mit dem Mühlenbrot hat bisher einen großen Beitrag zu Sanierung geleistet."

In diesem Jahr verkaufte Olaf Thonke in seinen insgesamt 53 Filialen rund 12.000 Mühlenbrote. So kamen 6.037 Euro zusammen, die Thonke auf 6.100 Euro aufrundete. "Der Verkauf des Brotes für die Mühle in Bamme ist in weiter entfernten Orten nicht so einfach. Aber mit dem Verkauf des Mühlenbrotes machen wir auch Werbung für die Veranstaltungen des Vereins, wie am Deutschen Mühlentag und am Tag des offenen Denkmals", so Bäckermeister Thonke. "Brot ist ein Lebensmittel mit langer Geschichte, und Windmüller und Bäcker arbeiteten früher in den Dörfern eng zusammen. Und als Kind bin ich in den 80er Jahren selbst in der alten Mühle herumgeklettert."

In den vier Jahren der Mühlenbrotaktion kamen durch den Verkauf bisher insgesamt knapp 25.000 Euro als Spenden für den Mühlenverein zusammen. Die Sanierung der Bockwindmühle in zwei Bauabschnitten kostet rund 300.000 Euro. Diese Kosten werden zu 75 Prozent durch Gelder der Europäischen Union gefördert. Stichwort: Leader-Förderprogramm. Die restlichen 25 Prozent stellt die Gemeinde Nennhausen, als Eigentümerin der Mühle, zur Verfügung. Die nicht in der Förderung enthaltene komplette Planungsleistung trägt der Verein mit seinen derzeit 35 Mitgliedern in Eigenleistung.

Zur jüngst erfolgten Spendenscheckübergabe kamen auch Architekt Günther Hasenberg aus Berlin und Ulrich Blümner. Der Zimmermeister führt mit seinen insgesamt zehn Angestellten die Sanierungsarbeiten aus. Sein Handwerksbetrieb in Bismarck (Altmark/Sachsen-Anhalt) hat vielfältige Erfahrung bei der Sanierung historischer Mühlen geammelt.

Wer die Sanierung der Bammer Bockwindmühle weiter unterstützen möchte, kann dies unter IBAN DE20160919940001014188 bei der Volksbank Rathenow. Weitere Informationen zur Bockwindmühle und zum Förderverein unter www.bockwindmuehle-bamme.de.

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