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Zu Hause der erste Zähler

Nicht mehr zu retten: Der Glienicke Keeper kann dem Schuss von Dariusz Szmulski (r.) nur noch hinterherschauen - 1:1.
Nicht mehr zu retten: Der Glienicke Keeper kann dem Schuss von Dariusz Szmulski (r.) nur noch hinterherschauen - 1:1. © Foto: Carola Voigt
Jürgen Kern / 03.10.2017, 18:31 Uhr
Schönow (MOZ) Der Schönower SV rang am sechsten Spieltag der Fußball-Landesklasse Nord dem BSC Fortuna Glienicke auf heimischem Rasen ein 1:1 ab.

Der Verkehrsstau, in den die Gäste geraten waren, ließ den Anpfiff erst verspätet erfolgen. Als wollten die Schönower die Viertelstunde schnell nachholen, so startete der bis hierher vor eigenem Publikum punktlose Gastgeber. Der bisher ungerupfte Tabellenführer Glienicke wurde derart bedrängt, dass ihm wenig Spielraum zu seinem sonstigen Kombinationsspiel über die Außen gegeben wurde. Mit den arteigenen steilen Pässen suchte Schönow die Flucht nach vorn. Allein Dariusz Szmulski bekam Chance für Chance serviert. Er wurde geradezu mit Vorlagen von sämtlichen Spielern gefüttert, aber er hatte weder das Glück, noch die Nerven, die Führung zu erzielen.

Umso schockierender war das 0:1 in der 15. Minute. Ein langer Einwurf von rechts konnte aus dem Strafraum nur mit einem Kopfball in die Mitte des Raumes verteidigt werden. Dort nahm Mario Woge Maß und traf aus etwa 25 Metern. Für den an diesem Tag voll überzeugenden SSV-Keeper Roland Galinski unhaltbar. Die Glienicker, deren Spitzenreiter der Torjägerliste Pascal Müller fehlte, bewiesen weiter ihre Gefährlichkeit. So trennte Koch mit letztem Einsatz Marcel Bübner im Strafraum vom Ball (25.). Gleichen Einsatz sah man an der Seitenlinie von Emil Dabrowski (30.), der gegen Bübner den Ball weggrätschte. Schiedsrichter Marcus Marschke bewertete diese Szene trotzdem mit einer folgenschweren Gelben Karte. In der 44. Minute boxte der großartig reagierende Keeper Lucas Bittighöfer den scharfen Schuss von Szmulski aus dem Dreiangel.

Nach der Pause blieb Schönow seiner Spielweise treu. In der 55. Minute avancierte Szmulski doch zum Mann des Tages. Er nahm Galinskis weiten Abschlag auf. Etwas nach rechts abgedrängt traf er dennoch in die lange Ecke zum 1:1-Ausgleich. Beiderseits ergaben sich nach diesem Ausgleich weitere Möglichkeiten. Galinski klärte gegen Marcel Peters (61.) und Szmulski schoss nach Freistoß von Maik Zachowski gegen den Lauf des Keepers, aber auch knapp am Tor vorbei. Die Fortuna musste alle Kräfte aufbieten, so als in der 68. Minute mit einem vermeintlichen Handspiel auf der Linie das 1:1 gerettet wurde. Nicht nur in dieser Szene wurde das Match für Schiedsrichter Marschke zu einer echten Bewährungsprobe. Nach einem eindeutigen Foul am Strafraum musste er gegen den wackeren Dabrowski das zweite Mal Gelb ziehen (74.). In der 81. Minute bewies der Unparteiische abermals, dass er den Überblick hatte, denn nach einem rustikalen Foul vom eingewechselten Tom Metzlaff an Robert Jung (Schönow) im Mittelfeld zückte er glatt Rot (81.). Der SSV hielt den Angriffen weiter stand, auch dank eines aufmerksamen Galinski, der in der Nachspielzeit einem steilen Ball der Gäste entgegenlief und klärte. Am Ende waren sich beide Trainer (Rainer Scholz (SSV) und Sascha Flemming) einig: Beide Teams hätten zwar das Spiel auch für sich entscheiden können, aber alles in allem ist das 1:1 ein gerechtes Resultat.

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