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Letschiner feiern ihr traditionelles Fest um das Wappentier mit Schätzen, Spielen, Schauen und Tänzen

Von Hähnen und Handwerk

Ingo Mikat / 03.10.2017, 18:56 Uhr
Letschin (MOZ) Am Montagabend fand im Ort das traditionelle Hahnenfest statt. Trotz leichtem Nieselregen strömten schon zur Eröffnung der Veranstaltung zahlreiche Familien auf den Festplatz hinter der Alten Schule.

Bereits seit mehreren Jahren zeigen die Letschiner mit dem besonderen Event ihre bestehende Verbundenheit zu ihrem Wappentier, dem Hahn. Mehr als 350 Städte und Gemeinden Europas schmücken, zum Teil seit Jahrhunderten, ihre Wappen mit einem Hahn. Das Bildnis galt, wie Historiker beschreiben, stets als Symbol für Mut, Wachsamkeit und - modern interpretiert - für Unternehmensgeist der lokalen Gemeinschaft. So ist es kein Wunder, dass ausgerechnet die Mitglieder des örtlichen Unternehmerstammtisches das Fest vor zwölf Jahren das erste Mal initiierten und es auch in diesem Jahr mit Unterstützung vieler Freiwilliger organisierten.

Stammtisch-Vorsitzender Mario Ambos zeigte sich begeistert, dass es erneut gelang, den Gästen der Veranstaltung nicht nur ein ansprechendes Kulturprogramm - Mädchen der Seelower Volks- und Showtanzgruppe begannen es mit temperamentvollen Tänzen -, sondern auch ein attraktives Rahmenprogramm zu bieten. Dazu erklärte er: "Wir können hier in Letschin viele Partner einbeziehen, dazu gehören unter anderem die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, Erzieher von Kindereinrichtungen, Mitglieder anderer Vereine und Organisationen, die Gemeinde sowie zahlreiche Sponsoren, zu denen auch die Sparkasse gehört."

In diesem Jahr stand das Fest unter einem besonderen Motto: "150 Jahre Handwerker-Verein Letschin". Deshalb präsentierte Michael Hensel von einer privaten Museumsinitiative eine spezielle Ausstellung: "Geschichte(n) zum Anfassen". In drei einzelnen Bereichen informierte er über die letzten Groß-Neuendorfer Schmiede-, Schuhmacher- und Korbmacher-Handwerker - Gerhard Rindfleisch, Arthur Miekley und Kurt Rabe. Ihnen und ihrem Handwerk sind, wie er mitteilte, auf dem historischen Schmiedehof, Poststraße 8, in Groß Neuendorf drei Ausstellungsräume gewidmet. Interessante Handwerkskunst stellte neben Michael Hensel auch Barbara Brunat vom Kienitzer Erlenhof vor. Sie führte ein Spinnrad vor und erläuterte die Anfertigung von Wollprodukten.

Gleichzeitig erwarteten die Gäste des Hahnenfestes viele Sport- sowie Spiel- und Spaß-Angebote. Kinder des Ortes gestalteten zudem einen kleinen Flohmarkt. Für sportlichen Wettstreit stand eine Kegelbahn bereit.

Zwar verhinderte diesmal der Regen den Aufbau einer Hüpfburg, dafür konnten Kinder in einem Raum der ehemaligen Schule bei Stelzenlauf und Ü-Eier-Slalom ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen.

Von Beginn der Veranstaltung an herrschte, wie in den Vorjahren, besonders reger Andrang an einem von Ortsvorsteher Manfred Neubauer und der Vorsitzenden des Kleintierzüchtervereins, Elke Bublitz, betreuten Stand. Schon in der ersten Feststunde versuchten dort mehr als 50 Gäste, das Gewicht eines ausgestellten Hahns zu schätzen. Dicht umlagerten zudem Handwerkfans einen "Nagelstand".

Mit lautem Signalhorn chauffierten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr immer wieder begeisterte Mädchen und Jungen mit Einsatzfahrzeugen durch den Ort. Kurz vor Beginn eines traditionellen Lampion- und Fackelumzuges traf der beliebte "Hölschebure" - alias Hans Andreas - auf dem Festplatz ein. Er führte mit seiner Harmonika, gefolgt von zahlreichen Kindern und ihren Eltern, den Umzug durch die Straßen von Letschin an. Kurz darauf erfreute ein Feuerwerk die Gäste des 12. Hahnenfestes, die bis spät in den Abend auf einem Holzboden tanzen konnten.

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