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Dorf blickt auf 590-jährige Geschichte zurück

Fachsimpelei am Verkaufsstand im Garten: Viele Händler nahmen sich auch die Zeit, zu erklären, wie sie ihre Waren herstellen.
Fachsimpelei am Verkaufsstand im Garten: Viele Händler nahmen sich auch die Zeit, zu erklären, wie sie ihre Waren herstellen. © Foto: Volkmar Ernst/MOZ
Volkmar Ernst / 03.10.2017, 23:30 Uhr - Aktualisiert 04.10.2017, 13:12
Gramzow (Gz) So wie es aussieht, wird es wohl auch im kommenden Jahr zum Tag der Deutschen Einheit wieder ein Dorffest in Gramzow geben. Sowohl die Zahl der Aussteller als auch die der Besucher spricht jedenfalls dafür. Den ganzen Tag über herrschte vor und auf dem Gelände der Filzwerkstatt von Brigitte Rau ein ständiges Kommen und Gehen. Familie Böhme kommt schon seit Jahren zum Hoffest. "Weil es klein und schön ist, weil es Spaß macht, sich die Stände anzusehen, um nach besonderen Geschenken zu suchen und einfach toll ist, im Garten zu sitzen und Kuchen zu essen", erklärt Nicole Böhme, die gerade ihre Tochter Anni mit einem Stück Schokoladenkuchen verwöhnt - und der scheint zu schmecken, wie's aussieht.

Gefeiert wird in dem kleinen Ortsteil von Dannenwalde schon seit sechs Jahren - und zwar auf dem Gelände der Filzwerkstatt. Dieses Jahr jedoch hatten die Mitglieder des Ortsbeirates die Idee, das Fest etwas größer aufzuziehen, wie Dannenwaldes Ortsvorsteher Rüdiger Ungewiss bei der Eröffnung den Gästen erklärte. Zum einen können die Gramzower auf eine 590-jährige Geschichte zurückblicken. Bei Recherchen im Internet hat er das Jahr 1427 als jenes ermitteln können, in dem der Ort erstmals namentlich in einer Urkunde erwähnt wurde. "Vermutlich ist Granzow sogar noch älter, aber das müssen wir noch ermitteln", so Ungewiss weiter. Zum anderen ist es mittlerweile 80 Jahre her, dass Gramzow vom benachbarten Dannenwalde eingemeindet wurde. Insofern verwunderte es auch nicht, dass die Kommunalpolitiker einen Bus-Shuttle eingerichtet hatten, damit die Gramzower und Dannenwalder gemeinsam feiern konnten.

Doch unter sich waren die Einwohner nicht, Besucher waren ebenso aus Fürstenberg, Gransee oder - wie Margot Joseph, Heinz Oestreich und Herta Blischke - aus Zehdenick gekommen. Das gilt ebenso für die Anbieter. Kräuerpädagogin Manuela Röhken stammt aus Kraatz. An ihrem Stand bot sie unter anderem bunte Zuckermischungen an - in Zartrosa und Blau. Die blaue Farbe stammt, wie sie erklärt, aus den Blütenblättern der Iris. Die werden mit dem Zucker mit Mörser zermahlen und nehmen dann die Farbe an. Feuerständer aus Metall, Windspiele, Tassen, Teller und Windlichte aus Keramik oder Beton, Holzschnitzereien oder selbst gestrickte Sachen: Die Palette der Händler war breit gefächert. Wer sich die Zeit nahm , um zu schauen, der wurde auch fündig.

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