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Heinersdorfer Chor feiert 25-jähriges Bestehen / Konzert am Freitag in Grundschule

Volkslieder im Speisesaal

Eingespielte Truppe: Begleitet von Leiterin Regina Funke an der Gitarre und Willi Kammer am Akkordeon singen die Heinersdorfer Chormitglieder seit vielen Jahren zusammen. Mit einem Herbstsingen feiern sie am Freitag das 25-jährige Chorjubiläum.
Eingespielte Truppe: Begleitet von Leiterin Regina Funke an der Gitarre und Willi Kammer am Akkordeon singen die Heinersdorfer Chormitglieder seit vielen Jahren zusammen. Mit einem Herbstsingen feiern sie am Freitag das 25-jährige Chorjubiläum. © Foto: MOZ/Annemarie Diehr
Annemarie Diehr / 04.10.2017, 06:55 Uhr
Heinersdorf (MOZ) Seit einem Vierteljahrhundert bietet der Heinersdorfer Chor unter Leitung von Regina Funke Gesangsenthusiasten einen Ort, ihre Leidenschaft auszuleben. Trotz zahlreicher Konzerte, gemeinsamer Reisen und Proben erinnern sich die Mitglieder nicht nur an schöne Zeiten.

Mit dem Heinersdorfer und Behlendorfer Feierlied geht es los: "In Heinersdorf, da ist heute Jubel und Tanz", tönt es durch den Speiseraum der Heinersdorfer Grundschule. Neunzehn Sänger, darunter drei Männer, proben für den großen Auftritt am Freitag. Dann feiert der Heinersdorfer Chor nicht nur sein jährliches Herbstfest - die Probe am vergangenen Mittwochabend gilt auch dem 25. Jubiläum.

"Vom Feierlied singen wir sicherheitshalber drei Strophen", sagt Regina Funke. Um den Oberkörper der Chorleiterin baumelt eine Gitarre, die sie ergreift, bevor die Sänger erneut ansetzen: "Wir singen und tanzen bei Freude und Nacht." Das Feierlied hat Regina Funke anlässlich der 600-Jahr-Feier von Behlendorf selbst gedichtet. "Wir singen es zu besonderen Anlässen", sagt sie, erklärt den Mitgliedern dann den Ablauf der Feierlichkeiten am Freitagnachmittag. Den Landrat habe sie eingeladen, ebenso Wegbegleiter und Unterstützer des Chores.

Dass es die regelmäßigen Gesangstreffen auch nach 25 Jahren noch gibt, ist vor allem dem Willen und der Leidenschaft von Regina Funke zu verdanken. Gemeinsam mit ihrem Mann und vier weiteren Sangesfreunden traf sie 1992 in einem Saal des Heinersdorfer Herrenhauses den Entschluss, einen Chor auf die Beine zu stellen. Seitdem kommen und gehen Sänger aus Heinersdorf, Behlendorf und Tempelberg; zwischen 20 und 30 pendelt die Mitgliederzahl.

"Jetzt ist Hanni dran", sagt Regina Funke. Die Sänger sitzten inzwischen an in einem Kreis angeordneten Tischen, darauf Gesangsblätter und Becher mit Bier, Saft und Wein. "Das kleine Wunder" wünscht sich das mit 87 Jahren älteste Chormitglied. Die Proben, erklärt Regina Funke, folgen immer diesem Muster: Jeder Sänger wählt aus dem Repertoire von über 200 Liedern eines aus, das der Chor dann gemeinsam singt. "Dadurch gerät kein Lied in Vergessenheit."

Außer der Freude am Singen ziehen Renate Knoll die Atmosphäre und der Zusammenhalt zu den regelmäßigen Treffen. "Während der Schulzeit habe ich im Kirchenchor gesungen", erzählt die 68-Jährige. Sie erinnert auch an schwierige Zeiten, die die Chorarbeit zeitweise lähmten, etwa der Tod von Regina Funkes Mann.

Das Festkonzert am Freitag, um 16 Uhr, bietet Gelegenheit, auch an diese Momente zu erinnern, sie mit Musik und gemeinsamem Gesang erträglicher zu machen. "Das kleine Wunder vom großen Glück", singt der Chor zum Abschluss der Probe, "bringt in die Herzen so viel Musik."

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