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Ahrensfelder Keeper hält beim 2:2 gegen Einheit Grünow zwei Strafstöße

Grün-Weiß dreht Rückstand

Eins gegen zwei: Der Ahrensfelder Blenard Colaki (m) muss sich hier gleich gegen zwei Grünower, nämlich Lukas Mantic (l.) und Matthias Manteufel, durchsetzen
Eins gegen zwei: Der Ahrensfelder Blenard Colaki (m) muss sich hier gleich gegen zwei Grünower, nämlich Lukas Mantic (l.) und Matthias Manteufel, durchsetzen © Foto: Ingo Muhme
Ingo Muhme / 04.10.2017, 21:48 Uhr
Ahrensfelde (MOZ) Grün-Weiß kommt mit dem Unentschieden gegen Einheit Grünow in einer sehr umkämpften Schlussphase noch einmal mit einem blauen Auge davon, doch das Ergebnis wurde schon in der Nachspielzeit zur absoluten Nebensache.

Was war passiert? Grünows Fangemeinde hatte sich nach dem Ausgleich der Hausherren in den Schlussminuten mit den Ordnern angelegt, so dass es teilweise zu Handgreiflichkeiten kam. Zwar konnten auch unter der Mithilfe der Grünower Spieler die aufgeheizten Gemüter etwas beruhigt werden, doch die Stimmung kochte weiter und konnte ohne polizeiliche Unterstützung nicht entschärft werden. Die Polizei schickte sehr schnell ein größeres Aufgebot und schaffte es erst weit nach Spielende, für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

Für Ahrensfelde waren die Vorzeichen nicht wirklich die besten. Zehn Spieler mussten ersetzt werden und mit Foday Daboe und Arianit Cocaj hatten sich bis zum Pausenpfiff die nächsten Probanden verletzungsbedingt verabschiedet. Zwar hatte Grün-Weiss den ersten Durchgang optisch im Griff, mehr aber auch nicht. Viele Fehlpässe, Unkonzentriertheiten und die Suche nach den Zweikämpfen gepaart mit schlaffer Körpersprache, brachten vor allem Ahrensfeldes Coach Sven Orbanke auf die Palme, der im Übrigen sein Kritikfeuer zum Wiederanpfiff verschossen hatte und stillschweigend auf der Auswechselbank schmorte.

Einheit hingegen hatte nach einer guten Viertelstunde den Anschauungsunterricht für sich beendet und entschieden, es anders zu machen und mehr in die Offensive zu investieren. Dabei wirkte man viel griffiger und vor allem entschlossener. Resultat zum Pausenpfiff war ein 0:1, welches Einheits Angreifer Tony Oppelt erzielte und damit das schlechte Abwehrverhalten und auch den inkonsequenten Spielaufbau der Hausherren bestrafte (44.).

Die zu erwartende Kopfwäsche im Ahrensfelder Halbzeit-Donnerwetter zeigte Wirkung. Der Wille war spürbar. Die Einwechslung von Blenard Colaki belebte zwar die Strafraumpräsenz, doch blieb es zu oft bei Einzelbemühungen. Die Konter der Grünower waren weiterhin brandgefährlich, allein Florian Brüggemann im Ahrensfelder Kasten hielt mit Glanzparade gegen Matthias Manteufel seine Truppe im Spiel (61.). Nur eine Minute später entschied Schiedsrichter Fabian Kralisch nach Handspiel von Rico Riegel auf Elfmeter, den Ferry Manteufel schwach schoss und Brüggemann hielt.

Nach Fahnenzeichen und Rücksprache mit dem Assistenten wurde der Strafstoß wiederholt, auch hier blieb Brüggemann der Sieger. Die Partie war spannend und intensiv geführt. Matthias Manteufel machte das 0:2 und augenscheinlich den Auswärtserfolg für seine Truppe perfekt (82.). Doch die Moral der Hausherren und der konditionelle Verschleiß der Grünower machten die Schlussphase zur emotionalen Achterbahn.

Dabei wurde der eingewechselte Christoph Zimdahl neben Keeper Brüggemann auch zum Glücksbringer, der bei seinen Treffern Stürmerqualitäten bewies und beide Male im Strafraum goldrichtig stand, um zu vollenden (84., 90.+3).

"Die letzten zehn Minuten mit vollem Kampfgeist noch einmal so zurückzukommen mit einem Christoph Zimdahl, der mit seiner Banksituation absolut unzufrieden ist, ist schon bemerkenswert. Unterm Strich geht für mich das Unentschieden so in Ordnung, wir hatten mehr Spielanteile, obwohl Grünow seine Sache gut gemacht hat" fasste Bernd Schönfelder den Auftritt seiner Truppe zusammen.

Ahrensfelde: Brüggemann, Cocaj (46. Born), Grünwald, Vlach, Baum, Gesierich, Bethge (72. Zimdahl), Darboe (34. Colaki), Richard, Riegel, Pogosjan

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