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Schönfließer klagen über verbotene Lastkraftwagen in der Müllroser Straße / Kontrollen durchgeführt

Lärmbelästigung durch Lkw

Durchfahrt für Lkw verboten: Die Müllroser Straße ist derzeit eine Sackgasse, doch das interessiert nicht jeden.
Durchfahrt für Lkw verboten: Die Müllroser Straße ist derzeit eine Sackgasse, doch das interessiert nicht jeden. © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Janet Neiser / 04.10.2017, 22:40 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Straßenbaumaßnahmen führen zu Umleitungen, die wiederum ziehen Beschwerden von Anwohnern nach sich - auch im Ortsteil Schönfließ. Immer mehr Lkw würden verbotenerweise Weise über die Müllroser Straße rollen, mit zu hoher Geschwindigkeit, heißt es.

Lastkraftwagenfahrer, die sonst aus Richtung Frankfurt (Oder) nach Eisenhüttenstadt kommen, nutzen üblicherweise die Bundesstraße 112 und dann die Nordanbindung an der Papierfabrik vorbei. Doch seitdem sie aufgrund der Straßenbauarbeiten über die Landstraßen und damit über Müllrose und Fünfeichen fahren, stranden sie zunächst im Ortsteil Schönfließ. Ortsunkundige wissen dann erst einmal nicht wohin. Hinzukommt, die Grubenbahnstraße in Eisenhüttenstadt, die zur Schönfließer Wache von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt führt, ist ebenfalls gesperrt. Also rollt der Verkehr teilweise über die Beeskower Straße. Sogar Lkw biegen dann trotz des Verbotsschildes in die Müllroser Straße ein und kommen schließlich über Schleichwege wieder auf die B 112 oder aber wenden, wenn sie diese Wege nicht kennen.

Im Online-Hinweissystem Maerker hat dies bereits zu Beschwerden geführt. Da heißt es unter anderem: "Allein heute Nacht sind zwei Schwerlasttransporter bis Höhe Hausnummer 10 gefahren und versuchten dann einen längeren Zeitraum rückwärts in dem Abzweig Müllroser Straße zu wenden - mit unüberhörbaren, piependen Geräuschen. Da diese Manöver sehr lange dauerten, fing der Pkw-Verkehr mit einem Hup-Konzert an. Der verbotene Lkw-Verkehr ist eine Lärmbelästigung." In einem früheren Hinweis schreibt ein Anwohner, dass zudem die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h nicht eingehalten werde.

Das Rathaus antwortete daraufhin, dass die Stadt in unregelmäßigen Abständen Geschwindigkeitskontrollen durchführe. Der Hinweis zur Missachtung des Durchfahrtsverbotes für Lkw sei an die Polizei als zuständige Stelle weitergeleitet worden.

Revierleiter Klaus-Dieter Gutsche bestätigt dies am Mittwoch. Es seien auch schon Kontrollen durchgeführt worden, und zwar durch den zuständigen Revierpolizisten. Der sagt: Die Situation in Eisenhüttenstadt sei derzeit recht verworren. Es wurden hier und da Lkw in der Müllroser Straße gesehen. Die hätten sich teilweise verfahren oder aber nutzten Schleichwege, um wieder auf die B 112 zu kommen. Von einer hohen Belastung durch Lastkraftwagen in der Müllroser Straße könne aber keine Rede sein, erklärt Polizeihauptmeister und Revierpolizist Helge Müller. Er versicherte zudem, dass die Stadtverwaltung schon vor Ort gewesen sei und Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt habe.

Auch die Leiterin der Schönfließer Grundschule, die direkt an der Müllroser Straße liegt, beobachtet die Verkehrsströme mit Argusaugen. "Wir können nur hoffen, dass die Grubenbahnstraße wieder so schnell wie möglich öffnet", sagt Martina Werner. Zwar sei das Lkw-Aufkommen derzeit tagsüber nicht extrem hoch, dennoch seien die Kinder belehrt worden. Bis zur fünften Klasse dürfen die Grundschüler auch nicht allein zur Turnhalle gehen, denn auf dem Weg müssen sie die Müllroser Straße queren. Nicht umsonst hoffen die Verantwortlichen auf eine neue Turnhalle auf der Seite der Schule.

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