Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Dorfverein Neukünkendorf spendiert dem Ort ein neues künstlerisches Wahrzeichen

Treffpunkt Wäscheklammer

Treffpunkt Wäscheklammer: Am Radweg zu Haussee in Neukünkendorf wurde eine Skulptur der ortsansässigen Künstlerin Jana Debrodt (vorn) feierlich eingeweiht.
Treffpunkt Wäscheklammer: Am Radweg zu Haussee in Neukünkendorf wurde eine Skulptur der ortsansässigen Künstlerin Jana Debrodt (vorn) feierlich eingeweiht. © Foto: MOZ/Daniela Windolff
Daniela Windolff / 05.10.2017, 06:00 Uhr
Neukünkendorf (MOZ) Neukünkendorf hat ein neues Wahrzeichen. Am Radwanderweg zieht eine Skulptur in Form einer riesigen Wäscheklammer die Blicke auf sich. Die ortsansässige Künstlerin Jana Debrodt hat sie im Auftrag des Dorfvereins entworfen.

Wo sich einst die Waschfrauen des Dorfes trafen, um an Zuber und Waschbrett Neuigkeiten auszutauschen, zu plaudern und zu singen, da sollen auch künftig wieder Dorfbewohner zusammenkommen. Auf dem alten Wäscheplatz am Haussee in Neukünkendorf ist ein neuer attraktiver Treffpunkt entstanden, den eine Skulptur der ortsansässigen Künstlerin Jana Debrodt krönt.

Die große Anteilnahme der Dorfbewohner zur feierlichen Einweihung zeigt schon jetzt, dass die Idee des Dorfvereins als Auftraggeber aufgehen wird. Hier, wo sich zwei Radwanderwege treffen, sollen Spaziergänger und Radwanderer, Familien, Kindergruppen und Liebespärchen einen Platz zum Verweilen finden, zum Ausruhen, zum Entdecken, zum Spielen, ein neues Ausflugsziel, einen heiteren Treffpunkt. Etwas Besonderes sollte es sein, etwas Originelles, das zum Ort und zur Umgebung passt und haltbar ist.

Das Projekt wurde zu 75 Prozent vom Landkreis Uckermark gefördert. Bei der Antragstellung unterstützte die Stadt Angermünde den Dorfverein, der 25 Prozent aus Eigenmitteln finanzierte. Mit der Umsetzung beauftragte der Dorfverein die Neukünkendorfer Künstlerin Jana Debrodt, die schon den Herstellungsprozess der Skulptur zu einem Gemeinschaftswerk machte, auch als ein Zeichen, dass sie sich in Neukünkendorf wohl und angekommen fühlt. Jana Debrodt griff mit ihrer Skulptur die Geschichte des einstigen Wäscheplatzes auf. Die 3 Meter hohe Wäscheklammer, die ein Geschirrtuch umklammert, symbolisiert diese Historie und steht zugleich für einfaches und ursprüngliches Leben, für Gemeinschaftsarbeit und Kommunikation im Dorf. Der kleine Zipfel, der durch die Klammeröffnung lugt, gibt der Skulptur ihren Namen: "Der Zipfel". Der könnte auch für den Platz am Zipfel des Dorfes stehen.

Für die Farbe der Wäscheklammer hat sie bewusst das Angermünder Rot gewählt, das auch Bänke, Schilder und Wegweiser tragen. Das Tuch soll an Leinentücher erinnern und lädt zum Sitzen ein. Als Material wählte die Künstlerin witterungsbeständigen Beton. Beim Herrichten des Fundaments und für Transportarbeiten hatte sie viele Helfer aus dem Dorf. Sogar die Kinder der Neukünkendorfer Kita "Wichtelhaus" kamen regelmäßig ins Atelier, um den Fortschritt der Arbeiten zu beobachten und durften dort auch selbst kreativ werden.

Zur feierlichen Enthüllung "ihres" Kunstwerkes kamen trotz strömenden Regens über 60 Dorfbewohner. Die Kitakinder gestalteten ein kleines Programm, Frauen des Dorfvereins mimten die Wäschefrauen, die musikalische Familie Israel aus Neukünkendorf musizierte als Bläsergruppe und der Dorfverein sorgte für ein wenig Volksfeststimmung. Schließlich ist es etwas Besonderes, als Dorfverein auch Kunstmäzen zu sein.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG