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Die Sendung mit der Maus und Tinkerbots-Hersteller aus Bernau entführen Kinder in eine besondere Welt

Bausteine, die zum Leben erweckt werden

Sabine Rakitin / 05.10.2017, 08:47 Uhr - Aktualisiert 06.10.2017, 08:52
Bernau (MOZ) Die Nachfrage war groß am Maus-Türöffner-Tag bei der kinematics GmbH in Bernau. Der Hersteller von Tinkerbots, jenen Robotik-Baukästen, mit denen Kinder ab fünf Jahre erste Technikerfahrungen machen können, lockte vor allem Familien an.

Es war eher Zufall, dass Nadine Schmidt das Start-up-Unternehmen in Friedenstal entdeckte. Sie informierte sich im Internet über kinematics und als sie las, dass die Firma Robotik-Baukästen entwickelt und herstellt, dachte sie sofort an ihren Sohn Fabian. Der Neunjährige baue viel mit Lego und interessiere sich für Technik, erzählt die Mutter. Bei Lego sei er da schnell an Grenzen gestoßen. Diese Tinkerbots aber seien genau das Richtige für ihn, ist sie sich sicher.

Fabian lässt sich von Nicky Veres gerade die einzelnen Bauteile und ihre Funktionen erklären. "Das ist der Lichtsensor. Der Twister hier sorgt für die Drehungen, er enthält einen Motor und eine Rutschkupplung", erläutert der junge Produktionsmitarbeiter, der erst in diesem Jahr zu kinematics stieß, dem interessierten Jungen.

Tinkerbots sind lernfähig. Sie lassen sich durch Aufnehmen und wieder Abspielen vorgemachter Bewegungen zum Leben erwecken. Zusätzlich sind sie über eine App per Smartphone oder Tablet steuerbar. Und sie können über Adapter mit anderen Bausteinen wie Lego verbunden werden - genau das Richtige für Fabian.

Einen Tisch weiter können die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen. "Wir bauen hier ganz frei", sagt Philipp Kufuß, in dem Start-up-Unternehmen seit August als Logisticmanager tätig. Vor ihm liegt ein Berg von Bausteinen, aus dem sich Felix, Carla und Alen nach Herzenslust bedienen können. Thomas Möske, der Vater des elfjährigen Felix und seines fünf Jahre jüngeren Bruders Niklas ist eigenes aus dem Nachbarkreis Märkisch-Oderland nach Bernau gekommen, um sich anzusehen, was die Tinkerbots-Hersteller so drauf haben. Er sei selbst in der IT-Branche tätig, erzählt der Neuenhagener. Deshalb interessiere ihn die Entwicklung der Baukästen natürlich besonders.

Es ist nicht das erste Mal, dass Familie Möske der "Sendung mit der Maus" folgt und ein Unternehmen beim Maus-Türöffner-Tag besucht. "Wir waren schon im Frauenhofer-Institut und im Bundesarchiv in Hoppegarten", erzählt Thomas Möske. Da komme man ja so ohne Weiteres nicht rein, weiß er. Beim diesjährigen Mausöffner-Tag haben wieder mehr als 100 Unternehmen für Kinder und Eltern ihre sonst verschlossenen Türen geöffnet.

Das Spiele- und Robotik-Start-up aus Bernau ist erstmals dabei. Sie habe davon im Internet gelesen und sich beworben, erzählt Geschäftsführerin Adrienne Fischer. "Mit unseren Baukästen lassen sich Autos, Tiere und Monster bauen, die sich ganz nach Wunsch bewegen", erklärt sie. "Da ist so ein Maus-Tag genau das Richtige für die Kinder und für uns", findet sie. "Was ist besser, als die Maus mit unseren Projekten zu verbinden?" sagt auch Nicky Veres.

Er und seine Kollegen - insgesamt hat kinematics in Bernau 30 Mitarbeiter - haben diesen Vormittag intensiv vorbereitet. Im neuen Betriebsdomizil in Friedenstal sind mehrere Stationen aufgebaut, an denen die Kinder bauen, spielen, malen oder Autorennen fahren können. Die Mädchen und Jungen tauchen mit Begeisterung ein in diese besondere Welt, ihre Mütter und Väter nicht minder. "Das wird ein teuer Geburtstag", seufzt ein junger Vater, der seinen Sohn beim Spielen mit einem selbst entworfenen Monster beobachtet.

Weitere Informationen im Internet unter www.tinkerbots.de

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